Positiv denken !

Lustige kleine Psychotricks sind ja eigentlich nicht die Haupt-Domäne dieses Blogs. Aber mein letzter selbst-getesteter macht mir doch so viel Spaß, dass ich ihn mit euch teilen will…

Vor etwa zwei Wochen habe ich mir in meine to-do-Liste als Aufgabe “Positiv denken” eingetragen. Und auf tägliche Wiederholung gestellt. Aus Gründen.

Die Gründe sind schon längst wieder verflogen. Mein treues Task-Managementsystem OmniFocus erinnert mich aber weiterhin zu unterschiedlichen Tageszeiten einmal am Tag daran, positiv zu denken. Einsortiert ist diese Aufgabe in mein schon lange bestehendes Projekt “Eine gute Lebensqualität haben”…

Und irgendwie findet es immer einen ziemlich passenden Zeitpunkt dafür….

Es macht jeden Tag Spaß, die Checkbox bei “Positiv denken” anzuclicken. Ich habe mir heute gleich noch die wöchentlich wiederkehrende Aufgabe “Think different” eingetragen.

Welches sind eure Lieblings-Psycho-Tricks? In dieser Kategorie sind auch Horoskope und Schamanismus erlaubt….

Kann denn Liebe Sünde sein? Nimm teil an der Online-Petition gegen Homophobie!

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Eine bundesweite, homophobe Petition will verhindern, dass Schueler/innen in Baden-Wuerttemberg Toleranz fuer die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen lernen. Rechte Kreise trommeln fuer diese mit Erfolg: Schon 100.000 Menschen haben unterschrieben. Das koennen wir so nicht stehen lassen!

Ich habe gerade einen Appell gegen Homophobie und fuer Toleranz unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Vielfalt-Aktion

Welche QTc-Zeit ist eigentlich kritisch?

Inzwischen hat sich ja rumgesprochen, dass bestimmte Medikamente wie Citalopram, Escitalopram und Sertindol die QTc-Zeit verlängern können. Dies begünstigt Torsade de pointes Tachykardien, die tödlich sein können. Daher soll man bei Verschreibung dieser Substanzen regelmäßig die QTc-Zeit kontrollieren. Aber ab wann wird’s eigentlich kritisch?

  • Ab 420 msec ist die QTc-Zeit verdächtig und muss kontrolliert werden, die Medikation muss überdacht werden.

  • Ab 500 msec oder einer Zunahme von 60 msec oder mehr ist die QTc-Zeit so hoch, dass man die entsprechenden die QTc-Zeit verlängernden Medikamente absetzen sollte.

  • Nicht die Dosis, sondern die Wirkstoffkonzentration am Wirkort bestimmen über die Stärke der Nebenwirkungen. Es ist daher sinnvoll, bei Patienten, die mehrere Risikofaktoren für eine verlängerte QTc-Zeit haben (hohes Alter, weiblich, mehrere CYP-p450 hemmende Medikamente), den Blutspiegel verdächtiger Medikamente zu messen.

Ärzte Bestechung wird strafbar

Bislang gab es interessanterweise keine Strafnorm, die es niedergelassenen Ärzten verbot, Bestechungsgelder anzunehmen, wie der BGH unlängst feststellen musste. Der bislang schon vorhandene Straftatbestand der “Bestechung” galt nur für Vorteilsannahme im Amt. Ein Amt übt ein niedergelassener Arzt aber nicht aus, das tut nur ein Beamter oder ein Funktionär im öffentlichen Dienst u.ä. Daher war rechtlich nichts zu machen, wenn ein Pharmavertreter einem Arzt Geld gezahlt hat, dafür dass er das Medikament des Pharmavertreters verschreibt.

Zwar ist es so, dass auch andere Freiberufler bestochen werden dürfen (Rechtsanwälte, Architekten…), aber das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient braucht auch besonderen Schutz.

Daher ist es überfällig und sehr zu begrüßen, dass in den Koalitionsverhandlungen nun offenbar entschieden wurde, dass sowohl derjenige, der einen Arzt besticht als auch der Arzt, der eine Bestechung annimmt, gemäß einem neu zu schaffenden Strafrechtsparagrafen bestraft werden kann, offenbar bis zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Bestechung war vor etwa 10 Jahren ein noch sehr viel größeres Thema als gegenwärtig, die Pharmafirmen haben sich in den letzten Jahren selbst einen Kodex gegeben, der zu einer sehr deutlichen Abnahme von unangemessenen Zuwendungen führte. Das neue Gesetz wird hoffentlich auch noch die letzten Sümpfe trocken legen. Und die Patienten können sicher sein, dass die Entscheidung über ein Medikament sowie die Auswahl des einzelnen Präparates zu ihrem Besten getroffen wird.

Das Ziel eines solchen Gesetzes sind primär die wenigen schwarzen Schafe, die Geld annehmen für gefällige Verordnungen. Es ist aber anzunehmen, dass der Ruch der Strafbarkeit auch eine Strahlkraft auf die möglicherweise noch erlaubten kleinen Gefälligkeiten, wie USB-Sticks und Einladungen zum Essen, den Spaß nehmen wird. Und das ist gut so.

Buchempfehlung: Alice Munroe – Tricks

Alice Munro hat vor einigen Tagen den Literaturnobelpreis erhalten. In der Begründung heißt es, sie könne in einer Kurzgeschichte so viel mehr sagen, als Andere in langen Romanen.

Ich lese gerade ihr Kurzgeschichtensammlung “Tricks”. Die Begründung stimmt. Alice Munro kennt die Menschen. Und sie schreibt auf eine unglaublich angenehme und dennoch eindringliche Weise.

Mein Tip also: Kaminfeuer an und Buch laden.

Einfachgefragt

Marten betreibt die website: einfachgefragt.com. Er interviewt hier unterschiedliche Leute mit sehr unterschiedlichen Berufen oder Lebenserfahrungen. Marten schreibt, dass er bald die Schule beendet, vielleicht wird er ja mal Journalist. Na jedenfalls hat er mich jetzt auch interviewt…

Jose Saramago: Claraboia

"Niemand ist verpflichtet, einen anderen zu lieben, aber wir alle sind verpflichtet, einander zu achten. "
Jose Saramago

Jose Saramago

Der Portugiese Jose Saramago kannte die Menschen und er konnte sie beschreiben und charakterisieren, wie kein anderer. "Die Stadt der Blinden" ist das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers. Nun ist ein Buch erschienen, das er als junger Mann geschrieben hat, das damals von seinem Verlag abgelehnt wurde. Es galt lange Zeit als verschollen. Saramago hat nach der Ablehnung dieses Buches 20 Jahre lang kein zweites Buch vorgelegt. Aber auch nachdem es sich wieder fand, hat er es nicht herausgegeben.
Jetzt, nach seinem Tode, ist es erschienen: Claraboia oder Wo das Licht einfällt.

Es ist ein Geschenk.

Neues iOS Blogging tool “Posts”

Erstmal schöne Grüße aus dem Sommerurlaub. Im Urlaub muss man ja nicht unbedingt etwas über Psychiatrie bloggen, daher hier ein link auf ein neues Spielzeug, geschrieben auf ebendiesem neuen Spielzeug…
Die meisten posts für diesen Blog habe ich auf dem iPad mit dem Tool “Blogsy” geschrieben, das sehr gut funktioniert, sehr differenzierte Einstellungsmöglichkeiten bietet und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Auf dem Mac nehme ich das unverzichtbare “Mars Edit”; auf den von mir sonst eigentlich mit Nicht-Beachtung gestraften Windows Dingern einfach die WordPress Website. Aber am schönsten bloggt es sich immer noch am iPad…
Und da ist heute “Posts” aus dem App Store gefallen, in der Version 1.0 und daher noch buggy (einen Fehler habe ich schon gefunden: Tippt man auf Vorschau und dann auf “Back” ist öfters mal der ganze bisher geschriebene post weg. Bis zum sicher kommenden bugfix sollte man daher eine lokale Kopie speichern, bevor man eine Vorschau wagt…)
Das Design ist sehr schön, das User Interface ist bestens aufgeräumt und angenehm. Mir fehlen eigentlich nur Aufzählungen und Listen, aber die werden sicher auch noch kommen.
Wer öfter mal vom iPad bloggt, sollte es sich unbedingt ansehen.
Update: Die Formatierung “Liste” habe ich inzwischen unter “Style” gefunden, der preview bug ist per update behoben.
Danke an Alex vom iPhone Blog für die Rezension von Posts.


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Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 01.08.2012

 

 

 

 


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Fomola

Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 26.07.2012