Neulich im Nachtdienst: HiLoPe, 50j, weiblich

Foto: Frank Bültke. Creative Commons

Es begab sich aber in der Nacht, dass eine hilflose Person: (Rettungsdeutsch: HiLoPe) am Hauptbahnhof erschien und nicht mehr weiter wußte. Die Bundespolizei, die für Bahnhöfe zuständig ist, versuchte aufzuklären, um wen es sich handelte. Die Dame war nun aber körperlich und geistig behindert und konnte keine Auskunft geben. Die Bundespolizei fand also die Identität nicht heraus und ließ die HiLoPe, 50j, weiblich per Rettungsdienst ins nächste Krankenhaus bringen. Das stellte fest, dass jetzt so direkt ja keine Krankheit vorliege, man müßte einfach nur wissen, wer die Dame sei und wo sie wohne. Man rief die örtliche Polizei. Eine Vermißtenmeldung lag nicht vor, auch diese konnte die Identität nicht feststellen. Aber man wußte, wer für „Kriseninterventionen bei geistig Behinderten“ zuständig ist und brachte die inzwischen etwas müde gewordene Dame ins zuständige Psychiatrische Krankenhaus.

Zum Glück war der AvD ein erfahrener Arzt. Er gab der HiLoPe zur Begrüßung die Hand, griff dann an die Innenseite des Kragens des Pullovers, den sie anhatte und las den Namen, der auf dem Wäscheschild stand, wie es in Pflegeeinrichtungen landauf landab üblich ist. Ein Anruf bei der Polizei ergab die Adresse des Pflegeheimes, bei der die Bewohnerin mit ihrer Meldeadresse gemeldet ist, und ein weiteres Telefonat später fuhr ein Wagen des Heimes zum Krankenhaus, um die Bewohnerin abzuholen. Sie war nun nicht mehr hilflos.

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