Kann denn Liebe Sünde sein? Nimm teil an der Online-Petition gegen Homophobie!

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Eine bundesweite, homophobe Petition will verhindern, dass Schueler/innen in Baden-Wuerttemberg Toleranz fuer die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen lernen. Rechte Kreise trommeln fuer diese mit Erfolg: Schon 100.000 Menschen haben unterschrieben. Das koennen wir so nicht stehen lassen!

Ich habe gerade einen Appell gegen Homophobie und fuer Toleranz unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Vielfalt-Aktion

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7 Gedanken zu “Kann denn Liebe Sünde sein? Nimm teil an der Online-Petition gegen Homophobie!

  1. bei der Petition habe ich bereits gestern unterschrieben.

    was mir aber zum Thema Psychiatrie dazu einfällt:
    Früher galt Homosexualität als psychische Krankheit. Mit zunehmender gesellschaftlicher Akzeptanz dann nicht mehr.

    An dem Beispiel sieht man sehr gut, dass psychische Krankheit ein kulturelles Konstrukt ist.

    • In memorian Alan Turing, britischer Mathematiker und Vater der theoretischen Informatik.
      Er wurde vor die Wahl gestellt, eine Haftstrafe abzusitzen oder seine psychische Krankheit behandeln zu lassen.
      http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8226509.stm

      Die medikamentöse Behandlung erfolgte mit Hormonspritzen. (Stilboestrol, ein Östrogen, also zu gut deutsch chemische Kastration der männlichen Libido.) Die Nebenwirkungen waren u.a. Depressionen. Die Gesamtsituation und die Depressionen trieben ihn in den Selbstmord.

      .

      Behandlung von Homosexualität durch Still-Legen der Sexualität…..
      irgendwie kommen mir manche „Therapien“ in der Psychiatrie auch so vor. Da werden zentrale menschliche Eigenschaften einfach stillgelegt und das ganze nennt sich dann „erfolgreiche Behandlung der psychischen Krankheit“

      der Lobotomie-Psychochirurg Walter Freeman: „Die Psychochirurgie erlangt ihre Erfolge dadurch, dass sie die Phantasie zerschmettert, Gefühle abstumpft, abstraktes Denken vernichtet und ein roboterähnliches, kontrollierbares Individuum schafft.“
      Irgendwie lässt das an Neuroleptika denken, die schaffen auch so ein Individuum. Sie wurden ja in der Anfangszeit auch als „chemische Lobotomie“ bezeichnet.
      Na ja, es ist nach NL-absetzen reversibel. Aber wenn man sie länger nimmt…… geht eben doch was im Hirn zugrunde. http://www.madinamerica.com/2011/02/%EF%BB%BFandreasen-drops-a-bombshell-antipsychotics-shrink-the-brain/ , http://archpsyc.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=211084
      Davon abgesehen, dass man für die Dauer der Einnahme diesen Zustand ertragen muss.

  2. In dem Buch
    http://www.amazon.de/Irren-Offensive-Jahre-Kampf-Unteilbarkeit-Menschenrechte/dp/3940865141/ ist ein noch härteres Zitat dazu von Walter Freeman wiedergegeben:
    „Die Gesellschaft kann sich an den unbedarftesten Arbeiter anpassen, aber sie mißtraut zurecht dem verrückten Denker…Lobotomisierte Patienten werden ziemlich gute Bürger.”

    Die Bezeichnung „chemische Lobotomie“ passt echt gut, es sind nämlich tatsächlich antriebslos machende, intelligenzmindernde Gleichschaltungsdrogen.

  3. Übrigens ist es bei Neuroleptika eine häufig vorkommende Nebenwirkung, dass Männer keinen mehr hochkriegen und die Libido killt es bei beiden Geschlechtern.
    Es ist also chemische Kastration, auch wenn es nicht als beabsichtigte Wirkung, sondern als Nebenwirkung auftritt. Ergebnis ist das Gleiche, chemische Kastration.

    Häufig zwangsweise. Und nicht nur für sechs Wochen, wie im Beschluss. Nein, nach Klinikentlassung wird die Tabletteneinnahme im Wohnheim beaufsichtigt oder ein Pflegedienst in die Wohnung des Betroffenen geschickt, und der Betreuer droht an, bei Tablettenverweigerung werde er Zwangseinweisung und Zwangsbehandlung bei Gericht beantragen. In dem Fall müsste der Betroffene nicht nur die Verletzung seiner körperlichen Unversehrtheit, sondern auch noch das Eingesperrtsein auf einer geschlossenen Station ertragen.

  4. Gegenfrage: Ist Psychose Sünde ?

    Nein, es ist noch schlimmer, es ist KETZEREI.

    Die Zwangspsychiatrie entspricht der klerikalen Inquisition. Ich gefährde mein SEELENHEIL, wenn ich das nicht nehmen will, was die Ärztin mir verschreibt.
    Wenn der Klinikinsasse „krankheitsuneinsichtig ist“ (der Ketzer „verstockt“ ist, heißt das im Jargon der mittelalterlichen Inquisition), dann wird er der Folter (Zwangsmedikation) unterzogen.

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