Kölner Gesundheitswegweiser für Migranten

Kölner Gesundheitswegweiser für MigrantenDie Kölner Gesundheitslandschaft funktioniert einfach in manchen Bereichen sehr gut. Seit vielen Jahren gibt es ja schon den sehr hilfreichen allgemeinen Wegweiser „Wer hilft psychisch Kranken Menschen in Köln?„, der das gesamte psychiatrische Behandlungsangebot mit all seinen komplementären Diensten in Köln aufführt.

Dann gibt es noch den Wegweiser für das Versorgungssystem von jungen Menschen bis 27 Jahren mit psychischen Problemen in Köln.

Und nun möchte ich auf die überarbeitete Version des Wegweisers für Migranten hinweisen, der nach Sprachen sortiert das Gesundheitssystems Köln darstellt, mit einer besonderen Abteilung für die Psychiatrische Versorgung. Wenn ich also in Köln für einen nur Aserbaidschanisch sprechenden Patienten einen Arzt oder ein Krankenhaus suche, dann finde ich es hier.

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2 Gedanken zu “Kölner Gesundheitswegweiser für Migranten

  1. Find dich gut.
    Allerdings finde ich die Möglichkeiten eine geeignete Anlaufstelle zu finden, wenn es wirklich brennt, mehr als bedenklich.
    Ich weiß nun nicht wie es in Köln aussieht, wenn ein Mensch psychiatrische Hilfe sucht, unabhängig von Alter und Migrationshintergrund.

    Ich war mal in der Lage sehr schnell eine Adresse zu brauchen, es ging mir ziemlich mies und für mich selber hatte ich beschlossen, das wenn ich niemanden finde der mir da weiterhelfen kann, ich die Posse auf andere Art und endgültig beenden werde.
    Ich habe etliche Psychiater angerufen, Telefonbuch hoch und runter, trotz dessen das ich auf Dringlichkeit gepocht habe, war der früheste Termin erst sechs Wochen später zu bekommen. Ganz klar zu spät für mich.

    Ich bin dann sogar einfach in eine Klinik gegangen, leider hatte ich keinen Schimmer davon gehabt das es Kliniken gibt die sich in solch Fällen kümmern müssen und die meisten anderen eben nicht.
    Ich war natürlich in einer wo man sich nicht kümmern „musste“ und bekam zur Antwort, als ich nach einem Arzt verlangte, das dies ja keine Klinik für Notfälle sei und ich in vier Wochen doch nochmal anrufen solle, vielleicht gäbe es dann einen Termin.

    Keine einzige Praxis, keine Arzthelferin und auch keiner vom Klinikpersonal hat mich darüber informiert wo ich noch hingehen könnte, ohne dort abgewiesen zu werden.
    Niemand hat sich die Mühe gemacht mir zu sagen das ich in einer Uni-Ambulanz ohne Probleme dran genommen werde, alle haben mich in einem sehr desolaten Zustand wieder weggeschickt. Sie waren sogar regelrecht pikiert darüber, das ich einfach so zu einem Arzt wollte, das geht ja gar nicht und es kam mir fast wie eine erzieherische Maßnahme vor, dass das Personal mich abwies und auf später vertröstete.
    Das kam mir vor, wie man jemanden der nicht angeklopft hat wieder raus schickt, er solle nochmal raus gehen und erneut anklopfen, aber bitte erst in sechs Wochen.

    Eigentlich hatte ich dann schon gedanklich abgeschlossen und wollte das auch prompt erledigen, zum Glück ist mir dann noch der Gedanke gekommen das die Uni-Klinik ja nicht weit ist und auch nichts gegen diesen letzten Versuch spricht.

    Seither frage ich mich, weshalb werden von Niedergelassenen und Kliniken nicht generell Adressen und Wegweiser zu den psychiatrischen Ambulanzen herausgegeben?
    Wieso wird jemand, der es offensichtlich eilig hat, auf Termine in etlichen Wochen verwiesen, ohne das auch nur ein Mensch mal erwähnt das es auch Möglichkeiten für Notfälle gibt, obwohl ganz klar von mir formuliert wurde das ich mich als Notfall einschätze.

    Ich glaube der Umgang mit psychisch Kranken und die Sorge das auch Menschen die keine Ahnung davon haben wo sie sich im Notfall hinwenden müssen, trotzdem sicher ihren Weg zur adäquaten Unterstützung finden ist nicht besonders groß.
    Natürlich landet man, als Newcomer in der psychiatrischen Welt, erst mal bei den falschen Stellen, aber das dürfte doch bekannt sein und warum gibt es an diesen Orten nicht zumindest mal eine hilfreiche Info, oder gar Flyer, um den überforderten Patienten etwas Übersicht zu verschaffen, eine Adresse würde da ja schon vollkommen ausreichen.

    Mir kam es jedenfalls wie eine Odyssee vor, an deren Ende entweder das „Glück“ einer hilfreiche Adresse gefunden zu haben steht, oder der Untergang in einem Meer aus Ignoranz.

    Warum werden Hilfsangebote für den Notfall, von Fachleuten die diese nicht anbieten, regelrecht verschwiegen und die Patienten wie Bittsteller die keinen Termin verdient haben einfach abgewiesen?
    Während die Abweisenden, einen dermaßen pikierten Eindruck machen das man einfach so den Arzt sprechen wollte, das man sich kaum noch wagt woanders anzuklopfen?

    Ich denke auf dem Gebiet gibt es noch einiges zu tun, etwas an der Psyche zu haben ist schon für die Patienten ein Umstand den sie lieber für sich behalten wollen und sich oft erst fünf nach zwölf überwinden Hilfe zu suchen. Allerdings, sogar die Hilfsangebote von Stellen die es besser wissen sollten und schnell reagieren müssten wenn sich mal jemand überwindet dort nachzufragen, erscheinen eher als etwas über das selbst in psychiatrischen Praxen nicht gerne Auskunft gegeben wird, das gibts nur unter der Ladentheke, dumm wenn man als Betroffener nicht weiß unter welcher.

    • „Find dich gut.“

      Ich meinte natürlich „find ich gut“
      Aber „dich“ auch, wer auch immer sich da angesprochen fühlt.;-)

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