zaps als Absetzerscheinung von SSRI

Beim Absetzen von serotonergen Antidepressiva wie Citalopram oder Duloxetin kann es sehr wohl zu Absetzerscheinungen kommen. Interessant ist, dass viele Psychiater diese Absetzerscheinungen nicht kennen, vielleicht, weil sie nicht so häufig auftreten, vielleicht auch, weil die Psychiater nicht oft genug danach fragen.

In den entsprechenden Foren wird jedoch recht häufig von Absetzerscheinungen berichtet. Besonders häufig wird von plötzlich auftretenden, unangenehmen, kurzen Mißempfindungen, die sich wie kurze elektrische Schläge anfühlen sollen, berichtet. Diese Mißempfindungen kann man medizinisch Parästhesien nennen, umgangssprachlich heißen sie zaps oder brain zaps. Einen vollständigeren Wikipedia-Artikel über Absetzerscheinungen von SSRI findet ihr hier.

Pharmama hat hier einen Bericht gepostet, in der eine ältere Patientin berichtet, dass sie genau diese Symptomatik immer wieder erlebt, wenn sie das Antidepressivum plötzlich absetzt (weil ihr die Tabellen ausgehen).

Wenn man Antidepressiva nach längerer Dauer absetzen möchte, ist es auch deshalb ratsam, die Dosis langsam zu reduzieren.

Für die Ärzte ist das ein Beispiel dafür, dass man am besten lernt, indem man seinen Patienten genau zuhört. Danach darf man dann Bücher lesen. Und dann befragt man seine Patienten genauer und hört wieder sehr aufmerksam zu…

34 Gedanken zu “zaps als Absetzerscheinung von SSRI

  1. Ariadne 24. Oktober 2014 / 16:34

    Ich weiß noch, wie ich versucht habe, meinem damaligen Psychiater dieses Symptom zu beschreiben. Er hat mich angeschaut, als würde ich mir das nur ausdenken. Es war eine Erleichterung mit einem ziemlich starken Aha-Effekt, als ich vor einigen Jahren auf die Information über Brain Zaps gestoßen bin… Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Absetz- und körperlichen Abhängigkeitserscheinungen?

    • psychiatrietogo 24. Oktober 2014 / 17:12

      Bei den Abhängigkeitserscheinungen käme noch ein starkes Verlangen, die Substanz wieder einzunehmen, hinzu. Dieses nach dem Absetzen von SSR I typischerweise nicht der Fall.

    • Isaril 28. Oktober 2014 / 20:48

      Ja, das kenne ich mein Neurologe hat mich auch angeschaut als hätte ich mir das ausgedacht.
      Selbst als ich mit dieseen zaps vor ihm saß sah ich noch die Zweifel das dies wirklich echt ist.

    • Thomas 8. Oktober 2019 / 14:00

      Bei mir ist es 6 Jahre her, dass ich Venlafaxin und später Citalopram abgesetzt/ausgeschlichen habe. Dauer der Einnahme war ca. 2 Jahre. Ich kann die Erfahrungen der „Brain zaps“ nur weiter teilen. Lästig das Ganze.

      WICHTIG: Ich habe diese „Brain zaps“ auch noch nach der langen Zeit gelegentlich. Zum Beispiel morgens beim aufstehen aber auch sporadisch am Tag aber auch nicht jeden Tag. Sie erinnern mich aber immer wieder an die Zeit der Abhängigkeitserscheinungen.

      Mein Rat, nehmt Antidepressiva nur ein, wenn ihr schon gut mit Vitanmin D versorgt seit und auch sonst keine Mineralstoffmängel habt, die eurer Wesen/Körper trüben könnten – und nur wenn sich nichts anders (Stichwort Problemlösen im -Job-Beziehung-Körperfett-Ernährung) lösen lässt. Jedenfalls wäre das mein Rat an mich selbst wenn ich in der Zeit zurück reisen könnte.

      Die Tabletten sind eine „Krücke“ die euch helfen kann, aber nicht die tragende Säule die sich viele wahrscheinlich wünschen.
      Erst musste ich noch mein Leben ändern um wieder glücklicher zu werden.
      Ich habe als mir die Tabletten die Kraft und „Mentale Gleichgültigkeit“ gegeben haben die Beziehung in der ich unglücklich war beendet und meinen Job vom Angestellten in die Selbständigkeit geändert und auf meine Ernährung geachtet. Und das war meine Lösung.

  2. Ovid 24. Oktober 2014 / 19:46

    “ Für die Ärzte ist das ein Beispiel dafür, dass man am besten lernt, indem man seinen Patienten genau zuhört. Danach darf man dann Bücher lesen. Und dann befragt man seine Patienten genauer und hört wieder sehr aufmerksam zu…“ – diese drei Sätze sind super und machen nach meinem Verständnis einen guten Psychiater aus!

    • anjavonknobelsdorff 25. Oktober 2014 / 11:30

      … und nicht nur den! Ganz allgemein beruht therapeutische Kompetenz auf aufmerksamem, einfühlsamem Zuhören und dem Sich-hinein-versetzen-Können in das Gefühl des Patienten, kurz: Empathie. Eine Minderbegabung auf diesem Gebiet lässt sich weder durch das Lesen noch das Verfassen von Büchern kompensieren.
      Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Buch, Herr Dreher!

  3. Pharmama 24. Oktober 2014 / 20:07

    Aktuell wie immer 🙂
    Dein Buch ist heute eingetroffen – jetzt werde ich es mir gut anschauen, ob da auch darüber etwas drinsteht …

    • psychiatrietogo 24. Oktober 2014 / 20:16

      Uijouijoui…. Sagte ich schon, dass es sich bei dem Buch um eine Kurze Einführung handelt? … Schäm… OK, ich habe es mir für die Verbesserungen für die nächste Auflage notiert…

  4. psychiatrietogo 24. Oktober 2014 / 21:39

    Oh sorry, das war keine Absicht. Für Dich speziell: Die WEITAUS MEISTEN MENSCHEN haben KEINE ZAPS beim schlagartigen Absetzen der SSRI. Und wenn: Sie gehen von selbst vorbei….:-)

    • hannahlu 4. Februar 2016 / 14:52

      Ich versuche Citalopram 40 mg jetzt zum 2. mal abzusetzen. Leider bin ich kein Freund von “langsam ausschleichen lassen”, da meiner Meinung nach, kein kompletter Entzug mit Weiterverwendung des Suchtmittels entstehen kann. Mein 1. Versuch war auch Sofortige Einstellung der EInnahme, in 2012 (nehme die seit meinen Baby Blues, mitte 2010). Damals ging es mir nach 5 Tagen so schlecht (seelisch), dass ich mich fast habe einweisen lassen. Da nahm ich die wieder. Aber es ist kein Zustand. Ich will nicht von einem Medikament so abhängig sein, dass ich nach 2 Tagen ohne, fast am durchdrehen bin! Jetzt 2 Tage Citalopramfrei. Nehme zur “Vorbeugung” der Symptome Vitamin B Komplex und ein pflanzliches Mittel (kein JOhanneskraut). Dennoch seit gestern Abend Migräneartige KOpfschmerzen mit Übelkeit – wie eine Art Seekrankheit. Will es dennoch durchhalten. Ich könnte ja was pflanzliches gegen “Seekrankheit” Symptome in der Apotheke besorgen. Solange ich nicht wieder Lebensmüde werde, halte ich die körperlichen Symptome hoffentlich durch. Ich arbeite zwar von zu Hause (sehr praktisch), habe aber ein Schulkind, das natürlich Mamis Entzug nicht arg mitbekommen soll. Hätte ich damals gewusst, was für ein Teufelszeug das ist, hätte ich nach der schlimmen Erstphase versucht, auf Schüsslersalze, BAchblüten und/oder Homöopathie umzusteigen, da ich eh nicht rauche, kein Alkohol vertrage und Kaffee nicht mag (was bei Naturheilmethoden ja hindern soll). So lange Rede, kurzer Sinn: Ich hoffe ich schaffe es diesmal. Am 10.02.(2016) gehe ich zu meiner Ärztin. Sie wird nicht begeistert sein, dass ich alleine begonnen habe, aber vielleicht stellt sie sich auch nicht quer und steht mir bei 🙂 Meine Frage: Lohn es sich durchzuhalten? Gehen die Symptome auch nach einem plötzlichen Absetzen wieder weg (vorallem wenn mit Vitamin B Komplex, Vitamin D3 und Omega 3 nachgeholfen wird)? Würde mich über eine Antwort freuen, obwohl euer Post so lange her ist.

  5. Jay 25. Oktober 2014 / 02:54

    Dieses Phänomen tritt nicht nur bei SSRIs auf, sondern auch bei SNRIs, wie Venlafaxin und Duloxetin.
    Ich nehme seit fünf Jahren Venlafaxin (300mg/Tag) und habe ein bisschen Angst, die Zaps zu bekommen, wenn ich es irgendwann absetzen sollte.
    Anhand der Berichte im Internet ist leider nicht wirklich gut abzuschätzen, wie häufig und wie stark diese Missempfindungen auftreten.
    Die Berichte, die man findet, sind natürlich sehr subjektiv gefärbt und neigen eventuell zur Überdramatisierung.
    Ich habe an mir selbst beobachtet, dass ich ab und zu, vielleicht alle fünf bis sechs Monate, ein Stimmungstief habe, welches wenige Tage dauert und in dieser Zeit bekomme ich etwas, das sich von der Beschreibung anhört, wie eben jene berüchtigten Zaps.
    Jetzt überlege ich, ob dies vielleicht Tage sind, an denen ich zufälligerweise die Einnahme einer Dosis vergessen habe – was dann eben alle paar Monate passiert. Das würde die Zaps und vielleicht auf die Stimmungsschwankung erklären.

  6. Fret Abels 30. Oktober 2014 / 15:54

    Ich habe die Stromschläge, sobald ich (mit Arzt besprochen) nach Jahren versuche, Citalopram abzusetzen. Egal, wie langsam dies geschieht. Bei Unterschreitung von 5mg/Tag fangen Stromschläge an, die vom Kopf in beide Arme gehen. Diese kann ich dann auslösen durch Kopf oder Augenbewegungen. Längste Zeit, die ich mal gewartet habe, ob das wieder weg geht, war zwei Wochen. Keine Änderung in dieser Zeit. 5 Stunden nach erneuter Einnahme von Citalopram hört das Problem dann auf. Jemand Erfahrungen, wie lange man warten muss?

    • Brigitte 23. Januar 2017 / 13:44

      Bei mir ging das ganze 9 Wochen. Ich habs durchgehalten, es hat sich gelohnt, ich bin das Zeugs los. Es war bei mir auch Citalopram. Und ja es stimmt, von 5 mg auf 0 mg ist echt heftig. Ich hatte diese Zaps dauernd. Es war die Hölle.

    • Holger 21. Februar 2017 / 10:11

      Ich selbst versuche gerade auch nach 10 Jahren Einnahme von Trimipramin (12-25mg), dieses abzusetzen. Ich hatte es verschrieben bekommen wegen meiner Insomnie, hatte auch zufriedenstellend geholfen. Da ich aber trotzdem von dem Zeug weg wollte und von den Zaps und den Absetzerscheinungen zunächst nichts wusste, habe ich sie im ersten Versuch direkt abgesetzt mit der Folge der Zaps im Kopf. Im zweiten Versuch habe ich dann mit Trimineurin-Tropfen versucht das Ganze langsamer (aber wahrscheinlich immer noch zu schnell) über 3 Wochen von 12mg auf 0 mg zu bringen. Die Folge waren wieder diese Zaps ab ca. 5 mg. Trotzdem bin ich aktuell seit 3 Wochen weg von dem Mittel und warte nun, dass diese Zaps verschwinden. Störend ist natürlich auch, dass wieder massive Schlafstörungen einsetzen und die Frage ist, ob ich diese über viele Wochen aushalte. Die Zaps im momentanen Zustand könnte ich aushalten. Für den Schlaf muss ich dann wohl was pflanzliches suchen, Baldripraran hat bislang aber nicht geholfen.
      Wie seht Ihr das : Wäre der bessere Schlaf hilfreicher als das Loskommen von den Antidepressiva und soll ich lieber wieder niedrig dosiert einsteigen ?

  7. sternenpfad 1. November 2014 / 11:47

    dieses problem hatte ich nebst einigen anderen unschönen effekten beim absetzen von venlafaxin. trotz sehr langsamer dosisreduktion war es zeitweise kaum auszuhalten. erst wochen nach der allerletzten einnahme hörten die stromschläge endlich auf.

    dasselbe problem hatte ich nach dem absetzen von fluoxetin, obwohl ich das im gegensatz zum venlafaxin nur sehr kurz und niedrig dosiert einnahm (10mg, 6 wochen).

    mich würde an dieser stelle mal etwas interessieren: mir ist damals aufgefallen, dass die stromschläge irgendwie durch augenbewegungen „ausgelöst“ werden. wenn ich die augen ganz still hielt, war alles gut. bewegte ich die augen auch nur ein winziges bisschen, gab’s ’nen stromschlag. ist das nur bei mir so oder wird das auch von anderen ähnlich berichtet? und wenn es bei anderen auch so ist: weiß man, warum ausgerechnet die augenbewegungen das auslösen?

    • Zubi 5. November 2014 / 13:22

      Ich bin am Absetzen von Cipralex/Escitalopram, habe nach 1 Monat mit Ausschleichen/Reduzieren jetzt 10 vollständig „cleane“ Tage hinter mir – und leide immer noch unter diesen „brain zaps“ (neben anderen unangenehmen Symptomen). Bei mir besteht ebenfalls ein deutlicher Zusammenhang zwischen Augenbewegungen und brain zaps. Auch Übelkeit/Kopfschmerzen werden bei mir durch Augen- und Kopfbewegungen beeinflusst. Leider hilft mir das Wissen darum wenig… denn ich kann ja nun mal schwer den ganzen Tag die Augen still halten, auch wenns mir dabei besser ginge 😉

      • sternenpfad 6. November 2014 / 06:29

        ich habe durch dieses mist überhaupt erst gemerkt, wieviele kleine augenbewegungen man ständig macht, ohne es überhaupt zu merken. wirklich still halten tut man die augen so gut wie nie.

        mich würde wirklich interessieren, was dahintersteckt. warum lösen gerade augenbewegungen diese brain zaps aus?

    • Brigitte 23. Januar 2017 / 13:47

      Ja diese Zaps werden mehrheitlich bei Augenbewegungen nach link und nach rechts ausgelöst. Ich hab damals 100 % gearbeitet und es war so schlimm. Zumahl noch Schwindel dazu kam und allgemeines Unwohlsein. Es gab keinen Tag, an dem ich nicht gedacht hatte, Citalopram wieder zu nehmen, aber dann wurden die Zaps weniger und weniger. Es ging langsam – sehr langsam. Und Du brauchts Geduld und Wille. Als die Zaps aufhörten, hab ich den Rest Citalopram in den Abfalleimer geworfen, damit ich das nie mehr nehme. Leider sagen einem die Ärzte sowas nicht (weil viele es selber nicht wissen). Es gibt nur eines: durchhalten! Auch wenn jeder noch so kleine Schritt des Absetzens 2-3 Wochen dauert, mach es so. Ich dachte auch, die Zaps werde ich nie mehr los. Aber ich bin sie losgeworden. Sie gehen weg, glaub mir!

    • Kai 16. Juni 2017 / 13:33

      Genau das kann ich bestätigen. Ich bin so froh das ich das gefunden hab das diese Stromschlage vom absetzen des Duloxetins kommt.

  8. Doro S. 19. März 2015 / 10:57

    Hallo,

    irgendwie scheint das Thema hier eingeschlafen zu sein, dabei ist es doch für viele Menschen ein Problem.

    Meine Erfahrungen mit den Zaps liegen zwar schon ein paar Jahre zurück, sind mir aber noch immer sehr präsent.

    Ich hatte sie damals ganz massiv nach Absetzen durch Trevilor (Venlafaxin). Davon habe ich monatelang die Höchtsmenge genommen. Auch mein Neurologe (Klinikleiter!!!) hat mich ungläubig angesehen und behauptet, das sei alles Quatsch und ich solle nicht so viel im Internet nachlesen….. diese Erscheinungen bekam ich allerdings, bevor ich überhaupt jemals etwas darüber gelesen hatte. Und ich hatte sie ca. 2 Jahre lang.

    Es gibt einen Wirkstoff zur Linderung der Beschwerden, aber in den meisten Fällen hält man es wohl auch so aus. Ich habs ja auch überlebt. 😉

    Mein Tipp für das Ausschleichen:
    L A N G S A M !!!!!!!

    Und:
    Man kann Tabletten auch teilen. Man kann sie in winzige Teile schneiden oder ein paar Kügelchen aus Kapseln entnehmen. Dadurch hat man die Möglichkeit, noch sanfter auszuschleichen.

    Ich wünsche allen die das hier lesen gute Besserung und ein baldiges Abklingen lästiger Absetzerscheinungen jeglicher Art.

    Doro

    • Kai 16. Juni 2017 / 13:34

      Danke Doro

  9. Svenjaa 13. Juli 2015 / 22:38

    Ich habe vor 5 Wochen einen kalten Entzug von Sertralin gemacht. Zuerst merkte ich nur eine leichte Dumpfheit im Kopf. Wie Watte, alles etwas fern… mit den Wochen kamen die Stromschläge im Kopf die ich nicht sooo schlimm finde. Schlimmer ist die steigende Müdigkeit. Kopfschmerzen, müde brennende Augen, Schwindel, Alpträume, Angst dass es nicht besser wird. Und eine extrem geringe Belastbarkeit. Ich hatte Darmkoliken u d bin krank geschrieben. Geht das alles wieder weg? Kann das zns je wieder lernen alleine zurecht zu kommen? Kann mir jemand mit positiven Erlebnissen Mut machen? ich möchte ein erneutes Einschleichen vermeiden. Wenn ich mich aber auf jahrelanges Leiden einstellen muss, wäre ich dazu bereit. …..

    • Iris heffmann 16. August 2015 / 22:13

      Hallo Svenja, wie geht es dir inzwischen?

    • Hans Heinrich 6. März 2016 / 08:33

      Darf man mal fragen, wieso Du die Tabletten abgesetzt hast? War das mit dem Arzt abgesprochen? Wenn nicht, war das keine gute Idee.

  10. Hans Heinrich 6. März 2016 / 08:31

    Ich nehme Venlafaxin schon seit 2008 ein. Je nach Verdauung stellten sich ab und zu Absetzerscheinungen ein; einmal habe ich auch mal die Tablette vergessen. Und es ist immer so, dass, sobald ich meine Augen horizontal schnell hin und her bewege, ich eine Art Stromschlag in meinem rechten Arm verspüre. Das ist wirklich sehr sehr unangenehm.

  11. P. S. 25. Dezember 2018 / 17:40

    Ich leide mittlerweile seit 4 jahren unter diesen brainzaps.
    Nach der diagnose einer angststörung und depressiven verstimmungen, hatte ich eine ärzteodysse hinter mir.
    Gefühlte 20 präparate und 30kg später, habe ich wenigstens die ängste gut im griff.
    Jeglicher versuch die Medikation zu senken, wird in 24h später eintretenden brainzaps bestraft. 😦
    Ich gehe momentan wieder vollzeit arbeiten und schaffe es nicht, ohne freie tage abzusetzen. Ich versuche es jetzt zum vierten mal, dieses mal über Weihnachten. Ich habe jetzt 7 tage rum und ich habe keine kraft mehr.

    Ich habe, wie andere hier auch, mit meinen behandelnden ärzten gesprochen und man wird einfach nicht für voll genommen! Mein erster neurologe meinte in einem abfälligen ton, dass es sowas nicht geben würde, und ich mir das nur einbilde.

    Der Spruch der ärzte, dass „diese medikamente“ nicht süchtig machen, kann man sich natürlich so auslegen, wie man will. Mann kann es auch einfach „absetzsymptome“ nennen und schon klingt es nicht mehr schlimm.

  12. Angelika Faber 28. Dezember 2018 / 23:31

    Habe Venlafaxin 4 Jahre genommen und zwar 150mg, dann 75mg und zuletzt 37,5. Seit ca. 8 Wochen nehme ich gar nichts mehr und habe seit dem ein Geräusch im Kopf bei Bewegung, als ob man einen Salzstreuer schüttelt. So würde ich es beschreiben. – Als ich im Urlaub einmal eine Pille am Morgen vergessen hatte und unterwegs war, stellte sich dieses Geräusch im Laufe des Tages auch ein. Sobald ich das Zeug wieder nahm, verschwand das Geräusch. – Mache mir inzwischen auch Sorgen, ob ich es jemals wieder loswerde!

    • Sonja B. 18. September 2019 / 11:54

      Mir geht es leider genauso wie vielen hier.
      Ja. Diese Brain Zaps fühlen sich an wie ein blitzen, ein Salzstreuer oder ein kurzes heftiges Geräusch im Kopf. Ich kann es sogar richtig hören.

      Ich habe dieses Venlafaxin jahrelang genommen, nur 75 mg. Über 10 Jahre. Jetzt, aufgrund Lieferschwierigkeiten hab ich dieses Medikament abgesetzt. Von 75 mg auf 37,5 mg. Packung leer genommen und dann nicht mehr eingenommen.
      Diese Zaps begingen schon am nächsten Tag. So gegen Mittag, ich hatte ja sonst immer früh und abends eine genommen.
      Die Blitze im Kopf sind häufig bei hoher Konzentration oder schnellen Kopf – bzw Augenbewegungen.
      Ich werde es versuchen durchzuhalten, diese Medikamente nicht zu nehmen.
      Laut meinem Psych Doc hieß es damals auch: keine Nebenwirkungen!
      Tja, leider habe ich auch gut 30 KG zugenommen, die Libido wurde schlecht und jetzt diese Brain Zaps.
      Sooo ungefährlich scheinen die Medis dann doch nicht zu sein, wie die Ärzte behaupten….
      Lieben Gruß, Haltet durch!! 🙂

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