EMDR als Psychotherapiemethode bei PTBS nun anerkannt

Der GBA hat laut Bericht im Ärzteblatt entschieden, dass für Patienten mit einer PTBS nun endlich EMDR als Psychotherapiemethode zugelassen ist. EMDR ist schon lange die Therapie der ersten Wahl bei dieser Erkrankung. Der GBA passt hier also die Richtlinien an die Evidenz-basierte gängige Praxis an.

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5 Gedanken zu “EMDR als Psychotherapiemethode bei PTBS nun anerkannt

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  2. Ich finde es auch gut das EMDR jetzt offiziell ist.

    Trotzdem, ich habe da doch ein wenig Vorbehalte, denke sie kann auch durchaus gefährliche Nebenwirkungen haben.

    Bei Hypnose ist es ja so, das man zumindest ein wenig vorbeugen kann, Retraumatisierung durch Suggestion begegnen kann und das auch schon im Vorfeld.

    Mit EMDR habe ich zwiespältige Erfahrungen gemacht, ich hatte mehrere Sitzungen, aber nur eine brachte überhaupt eine Wirkung.
    Diese kam in Form von Flashbacks, so intensiv, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt habe.
    Das Problem war das die Flashbacks rein körperlicher Natur waren und nur das Empfinden betrafen, also keinerlei Bilder durch die man vielleicht Parallelen ziehen kann, sondern nur Gefühle ohne einen konkreten Zusammenhang.
    Das ging gute drei Wochen und hat mich total fertig gemacht, natürlich hat mir mein Therapeut gesagt das ich ihn jederzeit anrufen kann, wenn was ist, aber da bin ich wieder jemand der das nicht tut.

    Nach drei Wochen war die nächste Sitzung, die Flashbacks waren auch so gut wie weg, getan hat sich durch die weiteren Sitzungen aber nichts mehr.
    Anfangs ging es mir auch nicht viel besser, es ist aber durchaus so das mit der Zeit das Gedankenkarussell (zumindest auf ein bestimmtes Thema bezogen) weniger wurde und bei weitem nicht mehr so quälend.
    Das ist natürlich sehr positiv, auch wenn es jetzt wieder kontinuierlich mehr wird mit diesem Thema, es war ca. drei Jahre lang gut zu handhaben.
    Ich denke das es sicher dem EMDR zu verdanken war, aber wenn man mich im ersten halben Jahr danach gefragt hätte, ich hätte das niemanden empfohlen der depressiv ist, oder gar zu Suizidgedanken neigt.

    Ich denke das ist eine Therapieform bei der es nicht reicht, das der Patient anruft wenn was ist, sondern das da die ersten drei Wochen nach der Sitzung, regelmäßig angerufen werden „muss“ und am Besten mindestens alle zwei Tage und möglichst engmaschige Termine bei denen der Therapeut den Klienten auch sieht.

    Ich glaube EMDR kann ein Segen sein, aber wenn es jemanden auf dem falschen Fuß erwischt, kann es auch in einer Katastrophe enden, besonders wenn der nächste Therapeutentermin etwas weiter weg ist und derjenige, aus welchen Gründen auch immer, von sich aus keinen Kontakt aufnehmen mag, also so jemand wie ich.;-)
    Die Gefahr bei mir wäre, das ich bei Suizidgedanken überhaupt keine Veranlassung sehe mit jemanden Kontakt aufzunehmen, ich finde die Gedanken richtig und wenn sie umgesetzt würden wäre es auch ok.
    Ich denke mal das es da nicht nur mir so geht und deshalb liegt es in der Verantwortung des Therapeuten, das sehr engmaschig zu kontrollieren und immer wieder nachzufragen, auch wenn es etwas zeitaufwendiger ist.
    Wenn man diese Zeit nicht hat, dann sollte man sich sehr genau überlegen, ob eine Therapie mit EMDR Sitzungen sinnvoll ist.

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