Willkommen in der blogroll: meinedrogenpolitik!

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Auf dem Blog meinedrogenpolitik geht es laut der Autorin um alles, was das Dopaminsystem ankurbelt: Essen, Trinken, Speed, LSD, der ganze Rest.

Ich persönlich habe eine sehr sehr kritische Meinung zu illegalen Drogen. Drogen machen abhängig, können Psychosen auslösen und sind meiner Meinung nach nur zu oft mit großem Leid verbunden.

Auf meinedrogenpolitik berichtet die Autorin aus ihrer eigener Erfahrung, offen und unzensiert über ihre persönlichen Erlebnisse, und das finde ich sehr interessant. Ich habe sie in der Rubrik „Abhängigkeit“ auf meiner Seite Psychiatrie-Blogs aufgeführt.

Hier geht´s zu ihrem blog:

https://meinedrogenpolitik.wordpress.com

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6 Gedanken zu “Willkommen in der blogroll: meinedrogenpolitik!

  1. Viele Probleme, die sich mit Drogen ergeben, kommen doch aber auch gerade wegen der Kriminalisierung selbiger zustande.

    Und solange eine der schlimmsten Drogen (Alkohol) legal zu haben ist, die auch genug körperliche und seelische Probleme produzieren kann, finde ich das Verhalten bigott.

    • Noch mehr bigott ist es, dass dem einen psychotrope Substanzen, die er freiwillig konsumieren will, per Hausdurchsuchung abgenommen werden (Hanfpflanzen, etc.),

      jemand anders in der Psychiatrie zum Konsum von Drogen (hier als „Medikamente“ bezeichnet) gezwungen wird, die er nicht nehmen will.

      Der Konsum psychotroper Substanzen wird dem einen aufgezwungen und dem anderen verboten, das ist so richtig bigott.

  2. „Ich persönlich habe eine sehr sehr kritische Meinung zu illegalen Drogen. Drogen machen abhängig, können Psychosen auslösen und sind meiner Meinung nach nur zu oft mit großem Leid verbunden.“

    Tja, was ist da der Unterschied zu den Drogen, die die Psychiater verschreiben?
    Antidepressiva können Psychosen auslösen. Das kommt nicht so oft vor, aber bei Kokain-Konsumenten kommt es auch nicht oft vor.
    Es ist in beiden Fällen eine Frage des vorsichtigen Umgangs damit, das ist es.

    (Und wenn ein Kind Ritalin nimmt und entwickelt psychotische Symptome, dann will die Münchner Kinderpsychiatrie das dem Kind weiter verschreiben und tritt zu dem Zweck los, dass der Mutter das Sorgerecht entzogen wird https://www.youtube.com/watch?v=aqm_1UGO9jg , weil die dem Kind kein Ritalin mehr geben will.)

    Ganz allgemein machen entgegen verbreiteter Meinungen auch Psychopharmaka abhängig, Antidepressiva haben in etwa das Abhängigkeitspotential von Cannabis.
    Die von Seiten der Psychiatrie häufig geäußerte Behauptung, Antidepressiva und Neuroleptika würden nicht abhängig machen, ist in dieser Einfachheit genauso verantwortungslos wie die Behauptung, Cannabis würde nicht abhängig machen.

    Es drohen sowohl bei Cannabis als auch bei Antidepressiva keine gefährlichen körperlichen Entzugserscheinungen wie z.B. epileptische Anfälle (z.B. Benzos, Alkohol) oder ein lebensgefährliches Entzugsdelirium (ebenfalls z.B. Benzos, Alkohol), das war es aber auch schon. Beides macht psychisch abhängig und es gibt Absetzsymptome und Nachwirkungen von jahrelangen Konsum, Rebound-Effekte nach Stopp des Konsums, etc. (PAWS Post-acute withdrawal syndrome heißt das in der Suchtbehandlung. Aber wenn sowas nach dem Absetzen von Neuroleptika/Antidepressiva auftritt, ist das natürlich REIN die ursprüngliche Krankheit und derjenige soll das wieder nehmen. Rät man einem Alkoholiker zum Weitersaufen, wenn er PAWS-Symptome hat?)

    „Ich persönlich habe eine sehr sehr kritische Meinung zu illegalen Drogen. Drogen machen abhängig, können Psychosen auslösen und sind meiner Meinung nach nur zu oft mit großem Leid verbunden.“

    Psychiatrie ist auch mit großen Leid verbunden. Entwürdigende und herablassende Behandlung, Zwangsmaßnahmen und die Androhung davon, Lostreten von Zwangsbetreuungen, zu den Problemen im Leben, die man sowieso schon hat, kommt auch noch der Angstfaktor Psychiatrie hinzu. Für ziemlich viele psychisch Kranke ist die Psychiatrie keine Hilfe, sondern ein zusätzliches Problem in ihrem Leben.

    Und Neuroleptika können auch sehr leidvoll sein, verursachen unter anderem amotivationales Syndrom.

    Wer langjährig Psychopharmaka nimmt, wird zum kaputten Junkie. In geistiger, psychischer und körperlicher Hinsicht kann man durch langjährigen Psychopharmka-Konsum zum kaputten Junkie werden.

      • Natürlich haben Psychiater recht, wenn sie auf die Gefährlichkeit von Drogen hinweisen.

        Aber irgendwie kriege ich den Eindruck, dass in diesem Fachgebiet wirklich gerne mit zweierlei Maß gemessen wird, was die Risiken, die Langzeitfolgen, usw. für Körper, Geist und Psyche betrifft. Bei den Psychopharmaka wird es gerne runtergeredet, bei den illegalen Drogen gerne unangemessen dämonisiert.

        Wenn jemand wegen dem vielen Tavor in der Klinik nur noch wirres Zeug durcheinander redet, dann wird erst mal angenommen, dass das krankheitsbedingt sei.

  3. Bei tagesschau.de stand mal ein guter Kommentar (nicht von mir, ich kenne den Urheber nicht):

    „In Psychiatrien gibt es zwei Arten von Patienten, die Drogensüchtigen und die Depressiven. Den einen sagt man, sie sollen keine Drogen nehmen, den anderen gibt man Drogen“

    Nagel auf den Kopf getroffen.

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