Erratum im Buch

In der Bildunterschrift zur Grafik 3.2 auf Seite 48 im Kapitel „3.6.6. Milnacipran“ sind die Farbangaben vertauscht. Die korrekte Textunterschrift muss lauten: „Abb. 3.2 Verhältnis aus Serotonin- (grau) zu Noradrenalin- (blau) Wiederaufnahmehemmung bei Venlafaxin (Links), Duloxetin (Mitte) und Milnacipran (Rechts).

Ich habe hier noch einmal eine richtige Grafik abgebildet; in dieser Grafik ist Serotonin blau und Noradrenalin rot:

voila_capture-2016-08-22_11-59-21_am.png

Vielen Dank an die aufmerksame Leserin Stefanie, die mich auf diesen Fehler hingewiesen hat.

Wenn Du auch einen Fehler im Buch findest, mail mir unbedingt einen Hinweis, so kann ich die eRef-Version zügig und die Print-Version zumindest in der nächsten Auflage korrigieren.

5 Gedanken zu “Erratum im Buch

  1. Jochen 3. Januar 2019 / 18:59

    Ich habe das Buch selber nicht, nehme aber an, diese Graphik stammt daraus: https://psychiatrietogo.de/2018/12/07/dir-fehlt-noch-ein-weihnachtswunsch/#jp-carousel-188426

    Eine kurze Recherche bei bindingdb.org zu den aufgeführten Neuroleptika liefert folgendes:

    Amisulprid ist ein 5-HT7-Antagonist: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00213-009-1521-8

    Risperidon hat eine extreme Affinität (im dreistelligen, picomolaren Bereich, könnte der Balken zu schmal sein?) zum 5-HT7…
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1565797/

    … und bindet dort irreversibel, ist also nicht nur kompetitiver Antagonist im klassischen Sinne. (Ich schätze durch Kovalenzbindung unter Öffnung des Isoxazol-Rings!?)
    http://molpharm.aspetjournals.org/content/70/4/1264

    Ziprasidon hat Affinitäten zum M1-Rezeptor…
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14642972?dopt=Abstract

    … und zum alpha2-Adreno-Rezeptor (beides jeweils mit niedrigeren K_i-Werten, als zum aufgeführten H1):
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14998318?dopt=Abstract
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9430133?dopt=Abstract

    Ariprazol bindet an beta1-Adreno- und H3-Rezeptoren:
    https://www.nature.com/articles/1300203 (https://www.nature.com/articles/1300203/tables/1)

    Der 5-HT6-Balken von Clozapin scheint extrem schmal auszufallen. Mehrere Publikationen geben Dissoziationskonstanten von 4 nM an:
    https://www.nature.com/articles/1380604
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8935801?dopt=Abstract

  2. Jochen 3. Januar 2019 / 19:10

    Fortsetzung vom obigen Kommentar, ich hoffe der Spam-Filter schluckt das nicht, wenn ich es aufteile:

    Clozapin besetzt auch M2-, M4- und M5-Rezeptoren:
    https://www.nature.com/articles/1380401
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14642972?dopt=Abstract

    Bei Olanzapin fehlen ebenso einige muscarinische ACh-Rezeptoren …
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014299900000376

    … sowie alpha2- …
    https://www.nature.com/articles/1380604

    … 5-HT1D- …
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11132243?dopt=Abstract

    und 5-HT3-Rezeptoren:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278584603002215

    Bei Quetiapin ebenso die alpha2-Affinität:
    https://pubs.acs.org/doi/10.1021/jm030480f

    Großes Lob allerdings für den souveränen Umgang mit Fehlern! Nicht jeder diskutiert Errata seiner wissenschaftlichen Lehrbücher einfach so auf öffentlichen Blogs im Internet!

    • Dr. Jan Dreher 3. Januar 2019 / 19:13

      Wow! Vielen Dank für die Rückmeldung und die Sorgfalt Deiner Recherche. Ich werde das alles prüfen und ggf. korrigieren. Sehr kleine Aktivitäten an bestimmten Rezeptoren habe ich der Einfachheit halber weggelassen, aber ich werde mal sehen, in welcher Größenordnung diese hier liegen. Vielen Dank schon mal!

      • Jochen 3. Januar 2019 / 19:23

        Kein Ding, ich hab ja auch ein Interesse an der Existenz guter, anschaulicher Lehrbücher!

        Ich habe jetzt allerdings lediglich die Trivialnamen in die Suche eingegeben, die K_i-Werte bis zum mittleren, dreistelligen, nanomolaren Bereich überflogen und die verlinkten Originalquellen dafür rauskopiert, ohne die konkreten Paper einzusehen oder auf Plausibilität zu prüfen.

  3. Jochen 4. Januar 2019 / 09:45

    Ein Erratum meinerseits:

    Bei Risperidon und 5-HT7 ist mir ein Paper über Meerschweinchen durchgerutscht. Die Dissoziationskonstante bei Menschen ist „nur“ 4,3 nM, es bindet also etwa eine Größenordnung schwächer, aber immer noch ähnlich stark wie an DRD2: https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jm049632c

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