Die Höhe der Zahlungen des Rettungsschirms werden angepasst

Mit Beginn der Corona-Krise hat die Bundesregierung einen Rettungsschirm für alle Krankenhäuser aufgelegt, die es ermöglicht hat, Betten für die Behandlung von Corona-Infizierten, COVID-Kranken und auch für die zusätzlichen Isolierzimmer, Isoliertrakte und getrennte Isolierstationen frei zu halten. Dieser Rettungsschirm hat unzweifelhaft eine wesentlich Rolle dabei gespielt, den Krankenhäusern in Deutschland zu ermöglichen, verschiebbare Operationen zu verschieben und sich so aufzustellen, wie es medizinisch sinnvoll ist. Sicher einer der Punkte, warum Deutschland bislang so gut durch die Krise kommt.

Dabei wurde jeder Klinik für jedes Bett, dass aktuell frei ist und im letzten Jahr belegt war, der gleiche Satz bezahlt. Inzwischen ist klar geworden, dass unterschiedliche Kliniken unterschiedliche Sätze brauchen, um ihren Verlust auszugleichen. Ein vom Gesundheitsministerium eingesetzter Beirat aus Vertretern der Krankenkassen und der Krankenhausgesellschaft hat nun eine Weiterentwicklung vorgeschlagen, die eine Differenzierung der Höhe der Zahlungen nach Bedarf vorschlägt.

Anstelle der bisher einheitlichen Zahlung von 560 € pro Belegungstag sowohl für somatische als auch für psychiatrische Krankenhäuser soll ab dem 1.7.20 eine differenzierte Pauschale, die für die somatischen Krankenhäuser zwischen 360 € und 760 € variiert, treten.

Für die Psychiatrie soll dann folgende Regelung gelten: Ab dem 1.7.20 werden für freie Plätze, die aktuell frei sind, im Vorjahresmonat aber belegt waren, 280 € für vollstationäre Betten und 190 € für freie Tagesklinische Plätze bezahlt. Diese Regelung soll zunächst bis zum 30.09.2020 gelten.

Es ist anzunehmen, dass dieser Kompromiss nun zügig vom Gesundheitsministerium beschlossen werden wird. Das berichtet die Deutsche Krankenhausgesellschaft hier.

Mein persönliches Fazit

Der Rettungsschirm ermöglicht es, die medizinisch sinnvollen Entscheidungen zu treffen, genügend Platz und Isolierbereiche freizuhalten und sich hygienisch gut aufzustellen. Es ist gut, dass dieses Instrument fortgesezt wird, und eine Differenzierung nach Bedarf ist natürlich angemessen. In der Corona-Krise funktioniert das Deutsche Gesundheitswesen erfreulich gut. Natürlich gab es am Anfang eine Knappheit an Persönlicher Schutzausrüstung und Testkapazitäten, aber das war der Natur der Epidemie geschuldet. Der Umgang mit den Herausforderungen und die Aufstellung der Rahmenbedingungen erlebe ich als sehr hilfreich.

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