Buchempfehlung: Alice Munroe – Tricks

Alice Munro hat vor einigen Tagen den Literaturnobelpreis erhalten. In der Begründung heißt es, sie könne in einer Kurzgeschichte so viel mehr sagen, als Andere in langen Romanen.

Ich lese gerade ihr Kurzgeschichtensammlung “Tricks”. Die Begründung stimmt. Alice Munro kennt die Menschen. Und sie schreibt auf eine unglaublich angenehme und dennoch eindringliche Weise.

Mein Tip also: Kaminfeuer an und Buch laden.

Jose Saramago: Claraboia

"Niemand ist verpflichtet, einen anderen zu lieben, aber wir alle sind verpflichtet, einander zu achten. "
Jose Saramago

Jose Saramago

Der Portugiese Jose Saramago kannte die Menschen und er konnte sie beschreiben und charakterisieren, wie kein anderer. "Die Stadt der Blinden" ist das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers. Nun ist ein Buch erschienen, das er als junger Mann geschrieben hat, das damals von seinem Verlag abgelehnt wurde. Es galt lange Zeit als verschollen. Saramago hat nach der Ablehnung dieses Buches 20 Jahre lang kein zweites Buch vorgelegt. Aber auch nachdem es sich wieder fand, hat er es nicht herausgegeben.
Jetzt, nach seinem Tode, ist es erschienen: Claraboia oder Wo das Licht einfällt.

Es ist ein Geschenk.

Neues iOS Blogging tool „Posts“

Erstmal schöne Grüße aus dem Sommerurlaub. Im Urlaub muss man ja nicht unbedingt etwas über Psychiatrie bloggen, daher hier ein link auf ein neues Spielzeug, geschrieben auf ebendiesem neuen Spielzeug…
Die meisten posts für diesen Blog habe ich auf dem iPad mit dem Tool „Blogsy“ geschrieben, das sehr gut funktioniert, sehr differenzierte Einstellungsmöglichkeiten bietet und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Auf dem Mac nehme ich das unverzichtbare „Mars Edit“; auf den von mir sonst eigentlich mit Nicht-Beachtung gestraften Windows Dingern einfach die WordPress Website. Aber am schönsten bloggt es sich immer noch am iPad…
Und da ist heute „Posts“ aus dem App Store gefallen, in der Version 1.0 und daher noch buggy (einen Fehler habe ich schon gefunden: Tippt man auf Vorschau und dann auf „Back“ ist öfters mal der ganze bisher geschriebene post weg. Bis zum sicher kommenden bugfix sollte man daher eine lokale Kopie speichern, bevor man eine Vorschau wagt…)
Das Design ist sehr schön, das User Interface ist bestens aufgeräumt und angenehm. Mir fehlen eigentlich nur Aufzählungen und Listen, aber die werden sicher auch noch kommen.
Wer öfter mal vom iPad bloggt, sollte es sich unbedingt ansehen.
Update: Die Formatierung „Liste“ habe ich inzwischen unter „Style“ gefunden, der preview bug ist per update behoben.
Danke an Alex vom iPhone Blog für die Rezension von Posts.


Cover Art

Posts

Pico

Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 01.08.2012

 

 

 

 


Cover Art

Blogsy

Fomola

Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 26.07.2012

 

 

 

 

Dropbox

Gibt es eigentlich da draußen noch irgend jemanden, der Dropbox nicht nutzt? Dropbox ist super praktisch. Man installiert es auf allen seinen Computern und Gadgets (Mac, Windows Rechner, iPad), und es richtet einen Ordner ein, der Dropbox heißt und in der Ordnerhierarchie unter den eigenen Dokumenten erscheint. Der Inhalt dieses Ordners ist auch ganz normal […]

Bist Du schon grippegeimpft?

Die Grippewelle kommt jedes Jahr Ende Januar bis Anfang Februar, und zwar so sicher wie das Amen in der Kirche. Also auch dieses Jahr. Der empfohlene Impfzeitraum ist ja der Spätherbst, es ist aber jetzt gerade noch zeitig genug, sich impfen zu lassen, da der Impfschutz etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgebaut wird.
Also: Wer mit Kranken arbeitet, sollte sich jetzt noch schnell gegen Grippe impfen lassen, wenn das noch nicht geschehen ist!

Wie hällst Du es? Nimm an unserer Umfrage teil!

Die Effektstärke

Um zu verstehen, wie evidence based medicine (EBM) funktioniert, ist es erforderlich, die zu grunde liegenden Gedanken nachvollziehen zu können. Die Effektstärke istein zentrales Maß zur Beurteilung der Wirksamkeit von Interventionen und ich möchte sie hier erklären:
Beispiel: Es soll die Effektstärke von Frisörbesuchen festgestellt werden. Hierfür werden zwanzig Studenten zufällig einer von zwei Gruppen zugewiesen, Gruppe 1 geht zum Frisör, Gruppe 2 geht nicht zum Frisör. Nun muss man sich entscheiden, woran man die Wirksamkeit dieser Intervention messen möchte. Man kann zum Beispiel eine Beurteilung der Eleganz der Frisur auf einer Skala von 1-10 wählen. Man kann aber auch die Länge der Haare als Wirksamkeitsindikator wählen. Wir entscheiden uns hier jetzt einmal nach eher männlichen Effizienzvorstellungen für die Länge der Haare. Nun ist zu beobachten, dass die durchschnittliche Länge der Haare in Gruppe 1 und Gruppe 2 vor der Intervention bei durchschnittlich 10 cm lag mit einer Standardabweichung von 2 cm. Der Frisör schnitt in Gruppe 1 die Haare durchschnittlich 2 cm kürzer. Damit liegen sie nach der Intervention bei durchschnittlich 8 cm.

Die Effektstärke berechnet sich nun so: Effektstärke = Mittelwertdifferenz/Standardabweichung.

Also in unserem Beispiel (10 cm -8 cm)/2 cm=2cm / 2 cm = 1.

Eine Effektstärke von 1 bedeutet also, dass die Interventionsgruppe sich nach der Intvention um eine Standardabweichung von der Kontrollgruppe unterscheidet. Eine Effektstärke von 2 bedeutet einen Unterschied um 2 Standardabweichungen.

Wir lernen: Die Effektstärke bezieht sich auf einen in Zahlen meßbaren Endpunkt. Diesen muss man kennen, wenn man über die Effektstärke einer Intervention spricht.

Die Effektstärke sagt tatsächlich etwas über die Wirksamkeit einer Intervention aus. Das unterscheidet sie von der Signifikanz. Eine Studie wird bei ausreichend großer Fallzahl auch bei sehr geringer Wirkstärke signifikant. Beispiel: Die Friseurinnung möchte ein neues Verfahren zum Haareschneiden einführen, einen vollautomatischen, computergesteuerten Haarschneideroboter, der die Haare der Opfer um genau einen Millimeter kürzt. Jeder Schnitt kostet 100 €. Die Friseurinnung ist sehr reich, da sie viele der teuren Haarschneideroboter verkauft. Sie führt eine Studie mit 1000 Modellen durch. Natürlich ist das Ergebnis der Studie, dass das Verfahren einer Nichtbehandlung signifikant überlegen ist. Der Gruppenunterschied ist zwar klein (1 mm), aber nicht zufällig (Gruppe 1 hat nach der Intervention überzufällig Kürzere Haare). Aber die Effektstärke ist gering. Sie beträgt 0,1 cm / 2 cm = 0,05.

In der Medizin (und bei Frisören) gelten Effektstärken unter 0,5 als schwach, zwischen 0,5 und etwa 0,75 als moderat und über 0,75 als stark.

Die Effektstärke guter, wirksamer medikamentöser Behandlung in der Psychiatrie liegt oft um die 0,75, die von gut wirksamer Kognitiver Verhaltenstherapie auf umschriebene Endpunkte in etwa gleich hoch um die 0,75. Die höchste Effektstärke in der Psychiatrie erreicht man mit EKT Behandlungen wahnhafter Depressionen mit dem Endpunkt Hamilton Depression Scale mit 2-2,5.

Welche Fortbildungen planst Du 2012?

2012 hat begonnen und das Internet ist voller posts, die fragen: Was hast Du 2011 erreicht, gelernt, geschafft, was nimmst Du Dir für 2012 vor? Alle sind sich einig, dass wir Ziele mit einer sehr viel höheren Wahrscheinlichkeit erreichen, wenn wir sie aufschreiben.
Dieser blog soll viel von Psychiatrie und Lernen auf diesem Gebiet handeln.
Daher bitte ich Dich, in den Kommentaren aufzuschreiben, welche drei Fortbildungen Du für Dich für 2012 planst!

Meine drei jetzt schon geplanten sind:
1) Diesen blog fortsetzen (durch Schreiben und Diskutieren lernt man oft am besten…)
2) Ende Januar: Forensische Psychiatrie bei Prof. Kröber in Warnemünde
3) DGPPN im November in Berlin.

Was planst Du?