Neues iOS Blogging tool „Posts“

Erstmal schöne Grüße aus dem Sommerurlaub. Im Urlaub muss man ja nicht unbedingt etwas über Psychiatrie bloggen, daher hier ein link auf ein neues Spielzeug, geschrieben auf ebendiesem neuen Spielzeug…
Die meisten posts für diesen Blog habe ich auf dem iPad mit dem Tool „Blogsy“ geschrieben, das sehr gut funktioniert, sehr differenzierte Einstellungsmöglichkeiten bietet und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Auf dem Mac nehme ich das unverzichtbare „Mars Edit“; auf den von mir sonst eigentlich mit Nicht-Beachtung gestraften Windows Dingern einfach die WordPress Website. Aber am schönsten bloggt es sich immer noch am iPad…
Und da ist heute „Posts“ aus dem App Store gefallen, in der Version 1.0 und daher noch buggy (einen Fehler habe ich schon gefunden: Tippt man auf Vorschau und dann auf „Back“ ist öfters mal der ganze bisher geschriebene post weg. Bis zum sicher kommenden bugfix sollte man daher eine lokale Kopie speichern, bevor man eine Vorschau wagt…)
Das Design ist sehr schön, das User Interface ist bestens aufgeräumt und angenehm. Mir fehlen eigentlich nur Aufzählungen und Listen, aber die werden sicher auch noch kommen.
Wer öfter mal vom iPad bloggt, sollte es sich unbedingt ansehen.
Update: Die Formatierung „Liste“ habe ich inzwischen unter „Style“ gefunden, der preview bug ist per update behoben.
Danke an Alex vom iPhone Blog für die Rezension von Posts.


Cover Art

Posts

Pico

Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 01.08.2012

 

 

 

 


Cover Art

Blogsy

Fomola

Kategorie: Soziale Netze

Aktualisiert: 26.07.2012

 

 

 

 

Dropbox

Gibt es eigentlich da draußen noch irgend jemanden, der Dropbox nicht nutzt?

Dropbox ist super praktisch. Man installiert es auf allen seinen Computern und Gadgets (Mac, Windows Rechner, iPad), und es richtet einen Ordner ein, der Dropbox heißt und in der Ordnerhierarchie unter den eigenen Dokumenten erscheint. Der Inhalt dieses Ordners ist auch ganz normal offline zu verwalten und wird auch offline gespeichert. Aber sobald eine Internetverbindung besteht, synchronisiert er den Inhalt mit den 2GB kostenlosem Speicher in der Dropbox-Wolke, und von da aus werden die neuen Inhalte auf alle anderen Gadgets gesynct. Natürlich kann man seine Dateien auch über jeden Webbrowser ansehen. Funktioniert bei mir nun schon seit über einem Jahr auf allen möglichen Betriebssystemen völlig problemlos, ich habe jetzt alle meine Daten in meinen Dropbox Ordner geladen, so habe ich immer alle Dateien aktuell. USB Sticks brauche ich nicht mehr.

Registriere dich über diesen Link, um zusätzlich zu den 2 GB noch weitere 500 MB Bonus-Speicherplatz zu erhalten: https://www.dropbox.com/referrals/NTc4NjExMjI5

 

Bist Du schon grippegeimpft?

Die Grippewelle kommt jedes Jahr Ende Januar bis Anfang Februar, und zwar so sicher wie das Amen in der Kirche. Also auch dieses Jahr. Der empfohlene Impfzeitraum ist ja der Spätherbst, es ist aber jetzt gerade noch zeitig genug, sich impfen zu lassen, da der Impfschutz etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgebaut wird.
Also: Wer mit Kranken arbeitet, sollte sich jetzt noch schnell gegen Grippe impfen lassen, wenn das noch nicht geschehen ist!

Wie hällst Du es? Nimm an unserer Umfrage teil!

Die Effektstärke

Um zu verstehen, wie evidence based medicine (EBM) funktioniert, ist es erforderlich, die zu grunde liegenden Gedanken nachvollziehen zu können. Die Effektstärke istein zentrales Maß zur Beurteilung der Wirksamkeit von Interventionen und ich möchte sie hier erklären:
Beispiel: Es soll die Effektstärke von Frisörbesuchen festgestellt werden. Hierfür werden zwanzig Studenten zufällig einer von zwei Gruppen zugewiesen, Gruppe 1 geht zum Frisör, Gruppe 2 geht nicht zum Frisör. Nun muss man sich entscheiden, woran man die Wirksamkeit dieser Intervention messen möchte. Man kann zum Beispiel eine Beurteilung der Eleganz der Frisur auf einer Skala von 1-10 wählen. Man kann aber auch die Länge der Haare als Wirksamkeitsindikator wählen. Wir entscheiden uns hier jetzt einmal nach eher männlichen Effizienzvorstellungen für die Länge der Haare. Nun ist zu beobachten, dass die durchschnittliche Länge der Haare in Gruppe 1 und Gruppe 2 vor der Intervention bei durchschnittlich 10 cm lag mit einer Standardabweichung von 2 cm. Der Frisör schnitt in Gruppe 1 die Haare durchschnittlich 2 cm kürzer. Damit liegen sie nach der Intervention bei durchschnittlich 8 cm.

Die Effektstärke berechnet sich nun so: Effektstärke = Mittelwertdifferenz/Standardabweichung.

Also in unserem Beispiel (10 cm -8 cm)/2 cm=2cm / 2 cm = 1.

Eine Effektstärke von 1 bedeutet also, dass die Interventionsgruppe sich nach der Intvention um eine Standardabweichung von der Kontrollgruppe unterscheidet. Eine Effektstärke von 2 bedeutet einen Unterschied um 2 Standardabweichungen.

Wir lernen: Die Effektstärke bezieht sich auf einen in Zahlen meßbaren Endpunkt. Diesen muss man kennen, wenn man über die Effektstärke einer Intervention spricht.

Die Effektstärke sagt tatsächlich etwas über die Wirksamkeit einer Intervention aus. Das unterscheidet sie von der Signifikanz. Eine Studie wird bei ausreichend großer Fallzahl auch bei sehr geringer Wirkstärke signifikant. Beispiel: Die Friseurinnung möchte ein neues Verfahren zum Haareschneiden einführen, einen vollautomatischen, computergesteuerten Haarschneideroboter, der die Haare der Opfer um genau einen Millimeter kürzt. Jeder Schnitt kostet 100 €. Die Friseurinnung ist sehr reich, da sie viele der teuren Haarschneideroboter verkauft. Sie führt eine Studie mit 1000 Modellen durch. Natürlich ist das Ergebnis der Studie, dass das Verfahren einer Nichtbehandlung signifikant überlegen ist. Der Gruppenunterschied ist zwar klein (1 mm), aber nicht zufällig (Gruppe 1 hat nach der Intervention überzufällig Kürzere Haare). Aber die Effektstärke ist gering. Sie beträgt 0,1 cm / 2 cm = 0,05.

In der Medizin (und bei Frisören) gelten Effektstärken unter 0,5 als schwach, zwischen 0,5 und etwa 0,75 als moderat und über 0,75 als stark.

Die Effektstärke guter, wirksamer medikamentöser Behandlung in der Psychiatrie liegt oft um die 0,75, die von gut wirksamer Kognitiver Verhaltenstherapie auf umschriebene Endpunkte in etwa gleich hoch um die 0,75. Die höchste Effektstärke in der Psychiatrie erreicht man mit EKT Behandlungen wahnhafter Depressionen mit dem Endpunkt Hamilton Depression Scale mit 2-2,5.

Welche Fortbildungen planst Du 2012?

2012 hat begonnen und das Internet ist voller posts, die fragen: Was hast Du 2011 erreicht, gelernt, geschafft, was nimmst Du Dir für 2012 vor? Alle sind sich einig, dass wir Ziele mit einer sehr viel höheren Wahrscheinlichkeit erreichen, wenn wir sie aufschreiben.
Dieser blog soll viel von Psychiatrie und Lernen auf diesem Gebiet handeln.
Daher bitte ich Dich, in den Kommentaren aufzuschreiben, welche drei Fortbildungen Du für Dich für 2012 planst!

Meine drei jetzt schon geplanten sind:
1) Diesen blog fortsetzen (durch Schreiben und Diskutieren lernt man oft am besten…)
2) Ende Januar: Forensische Psychiatrie bei Prof. Kröber in Warnemünde
3) DGPPN im November in Berlin.

Was planst Du?

Willkommen bei meinem neuen Blog!

Ich sollte „HELLO WORLD!“ schreiben, schließlich ist dies mein erster Satz auf meinem ersten Blog.

Warum nicht?

HELLO WORLD!

Und Hallo liebe Leser, die ihr euch hierher verirrt habt.

Warum schreibe ich diesen Blog?

Ich habe in den letzten Monaten immer wieder mal nach einem deutschsprachigen Psychiatrieblog gesucht, der interessante Themen, Anregungen, Gedanken und links für in der Psychiatrie tätige, an der Psychiatrie interessierte und alle anderen bringt. Ich habe keinen gefunden. Ich war damit unzufrieden, weil ich auch sonst mein ganzes Nachrichten lesen durch RSS Feeds erledige. Also klafft da eine Lücke. Und so habe ich entschieden, diese Lücke einfach mal probeweise selbst zu schließen. Ich will mal sehen, ob das Spaß macht.

Was wird hier zu lesen sein?

Das weiß ich auch noch nicht genau. Ich denke an aktuelle Themen, links zu interessanten websites, Fortbildungsinhalte, eigene gedanken und Kommentare.

Interessiert mich feedback?

JAAA! Und zwar brennend! Schreibt mir, ob ich weiter machen soll; schreibt mir, was Euch interessiert; schreibt mir, was ich posten soll, schreibt mir, wer ihr seid, schreibt mir „Hallo Jan“; schreibt mir irgendwas und alles!

Und nun viel Spaß…