Eat that frog

Ich hatte hier ja schon mal beschrieben, dass ich das Prinzip „Eat that frog“ für ausnehmend klug halte. Kurz gesagt geht es darum, dass man den Tag mit der sperrigsten, unangenehmsten, aber zumeist auch wichtigsten Aufgabe beginnen soll. Danach kommen alle anderen Sachen. Wenn ich zum Beispiel am Vortag einem Mitarbeiter nicht gerecht geworden bin, und ich habe mir vorgenommen, die Sache am nächsten Tag wieder gerade zu rücken, und mir das irgendwie im Magen liegt, dann ist das der Frosch des Tages. Ich sollte dann als allererstes, noch bevor ich irgend einen Computer einschalte oder sonst was ablenkendes tue, schnurstracks zu diesem Mitarbeiter gehen und die Sache klären. Oder wenn ich eine wirklich wichtige Sache mit jemandem zu vereinbaren habe, und davon viel abhängt, dann ist das vielleicht der Frosch des Tages. Ich sollte dies als erstes angehen. Emails und Routinearbeiten können praktisch immer warten. Ich habe jetzt allerdings in einem podcast eine Fortgeschrittenen-Version dieses Tips gehört:

„Wenn Du an einem bestimmten Tag zwei Frösche zu schlucken hast, dann fang mit dem größeren, häßlicheren, schleimigeren, ekligeren an!”

Ja gut, das ist auch klug. Zum Glück habe ich selbst an den meisten Tagen höchstens einen Frosch zu schlucken, bevor ich mich wieder der angenehmen Routine-Arbeit widmen kann…

Eat that frog!

Eat that frog ist ein Buch von Brian Tracy, das kurz gesagt dazu auffordert, das Unangenehmste zuerst zu tun. Wenn man auf seiner to-do Liste stehen hat:
– Staubsaugen
– Die Spülmaschine ausräumen
– Einen Frosch verzehren
– Einkaufen gehen,
dann ist es ratsam und erprobtermaßen gut, damit anzufangen, den Frosch aufzuessen. Zum einen verschiebt man es dann nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, und zum anderen fühlt man sich frei, stark und überhaupt großartig, wenn der Frosch erst mal gegessen ist. Der Rest der Dinge, die zu tun sind, ist dann ein heiterer Tanz auf dem Rummel der Möglichkeiten, die der Tag sonst noch so bereit hällt.
Der Frosch kann jeden Tag etwas ganz anderes sein, und zum Glück muss man auch nicht an jedem Tag einen Frosch verspeisen. Aber wenn einer dabei ist, dann soll man sich ihm widmen, sobald es geht. Echt! Ist besser!