Psychotherapie im Internet: Das Modellprojekt net-step

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In diesem blog ging es ja immer mal wieder um Psychotherapie übers Internet. Mich selbst wundert es wirklich, dass sich das nicht schon viel mehr etabliert hat. Ich denke schon, dass das Erstgespräch in der Regel und nach Möglichkeit “live” mit einem persönlichen Kontakt sein sollte, aber danach kann es für viele Therapien mehr Vor- als Nachteile bringen, die eigentlichen Sitzungen überwiegend per Skype zu machen.
Im Krisenfall muss es natürlich verläßliche Strukturen geben, die ggf. erforderliche intensivere Behandlungen sicherstellen. Das Ganze sollte natürlich bei gegebener Indikation von der Krankenkasse finanziert werden und von qualifizierten Psychotherapeuten durchgeführt werden.

Genau das gibt es als Modellprojekt schon seit 2012 am St. Alexius / St. Josef Krankenhaus in Neuss. Das Krankenhaus gewährleistet mit 400 Betten die Regelversorgung in einem weiten Sektor in Neuss und hat eine große Institutsambulanz.

Das Projekt heißt net-step und richtet sich aktuell an Patienten, die unter einer sozialer Phobie, einer Depressionen oder einer Panikstörung leiden. Auf der homepage gibt es einen kurzen Film dazu, den man sich bei Interesse an dem Thema angucken sollte. Im Projekt net-step wird gegenwärtig wechselseitig über getippte Text kommuniziert, es findet also kein Video-Telefonat wie bei Skype statt.