Benzos niedrigdosiert: Kann ich dabei bleiben ?

Wenn seit vielen Jahren eine Low-Dose-Dependency, eine Niedrig-Dosis-Abhängigkeit von Benzodiazepinen wie Lorazepam (z.B. Tavor), Diazepam, Bromazepam oder ähnlichen Substanzen vorliegt, ist es sehr schwer, davon wieder los zu kommen. Oft führt jeder Absetzversuch zu einer starken Zunahme der Ängste. Wäre es wirklich so schlimm, das Benzodiazepin dann einfach in einer niedrigen und verträglichen Dosis weiter zu nehmen?

Diese Frage beantworte ich in diesem Video. Ich spreche über die Sturzgefahr durch Benzos, die Gefahr kombinierter Süchte mit Opioiden oder Alkohol, die Gefahr der dauerhaften Sucht und ich sage auch, bei welcher sehr eng zu fassenden Kerngruppe eine langfristige Behandlung mit Benzodiazepinen meiner Einschätzung nach doch notwendig ist.

Shownotes:

Umrechnungstabelle für Benzodiazepine

PC124 Klinisch Pharmakologische Visite ist online

Im 124. PsychCast haben wir unsere Hausapothekerin Verena Lucas zu Gast. Wir sprechen über das Konzept der gemeinsamen klinischen Visite, über häufige Probleme, die hier immer wieder auffallen und gute Lösungen.

00:00 Einleitung

09:56 Internistika

13:25 Übelkeit

18:44 Rauchen

23:03 Niereninsuffizienz

26:36 Pharmakogenetik

28:34 Carbamazepin

31:40 Polypharmazie

39:07 Vor oder nach dem Essen?

Neues Video: Esketamin bei depressiven Krisen: Hype oder Retter in der Not?

Esketamin soll bei therapieresistenten Depressionen und bei akuter Suizidalität schnelle Linderung bringen. Ich schaue mir mit euch zusammen die Studienlage an und gebe eine persönliche Bewertung, ob Ketamin nasal seinem Hype gerecht wird!

Video der Fortbildung „Grundregeln im therapeutischen Handeln bei psychiatrischen Notfällen“ ist online

Meinen Teil der NOW TO GO Fortbildung „Grundregeln im therapeutischen Handeln bei psychischen Notfällen“ findet ihr hier auf YouTube.

Hier findet ihr die drei anderen Vorträge:

@_dasFOAM 

@DerFasttrack 

@Rettungsaffen 

dierettungsaffen.com/2021/04/22/bis…

Wer die Session verpasst hat, kann sie hier gerne nachsehen. Der Vortrag richtet sich primär an Profis im Menschen, die beruflich im Blaulichtmilieu arbeiten, kann aber natürlich auch für alle anderen interessant sein.

Die fünfte Auflage von Psychopharmakotherapie griffbereit ist erschienen!

Die fünfte Auflage von Psychopharmakotherapie griffbereit ist erschienen! WOW!

Das Buch ist ja schon seit der ersten Auflage ein Geschwisterkind dieses Blogs, denn praktisch alle Texte, die ich ins Buch aufgenommen habe, habe ich zuerst hier zur Diskussion gestellt. Und ich möchte mich auch heute noch einmal sehr sehr herzlich bei allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für den intensiven Austausch zu jedem einzelnen Kapitel bedanken. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Charakter dieses Buches von den Diskussionen hier ganz wesentlich geprägt ist und das es erst dadurch so praxisnah, relevant und aktuell ist…

Worum geht es in dem Buch?

Was können eigentlich Psychopharmaka? Welche sollte ich kennen? Was muss ich wirklich über welches Medikament wissen? Wie funktioniert eine Behandlung mit diesen Medikamenten, was muss ich beachten? 

Diese Fragen wirklich verständlich zu beantworten ist der Leitgedanke meines Buches Psychopharmakotherapie griffbereit. Es richtet sich sowohl an Profis wie Fachärzt:innen und Weiterbildungsassistent:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, an Notfallmediziner, Allgemeinärzte und andere im psychiatrischen Bereich Tätige, als auch an Betroffene und deren Angehörige. Ich verzichte in meinem Buch so weit wie möglich auf Fachchinesisch und erkläre die Dinge mit einfachen, klaren Worten so, wie sie sind. Wer das Buch liest, erhält einen guten Überblick über das Gebiet der Psychopharmakologie und sollte sich in jedem psychiatrischen Medikamentenschrank gut zurecht finden.

Was gibt es in der fünften Auflage Neues?

Diese Neuauflage ist sorgfältig überarbeitet und durch die sehr kompetente Fachapothekerin Frau Lucas geprüft. So können wir noch sicherer sein, dass alle Angaben, Dosierungen und Hinweise richtig und aktuell sind. (Natürlich gilt auch hier, wie bei allen Fachbüchern, dass Fehler nie ganz auszuschließen sind und die letzte Verantwortung bei der verschreibenden Ärzt:in liegt…)

Ganz neu ist ein ausführliches Kapitel über Schmerztherapie und Schmerzmedikamente. In diesem Kapitel erkläre ich den Einsatz von Nicht-medikamentösen Elementen der Schmerzbehandlung, unterstützenden Medikamenten, Nicht-Opioiden und Opioiden. Auch erkläre ich den Unterschied der Behandlung von akuten Schmerzzuständen und chronischen Schmerzzuständen.

Als Thieme-Fachbuch ist kann der Inhalt des Buches ohne weitere Kosten zusätzlich auch digital in der Wissensplattform eRef gelesen werden, der Zugangscode befindet sich im Buch.

Bei Thieme findet ihr das gedruckte Buch hier, als EPUB oder PDF zum Download hier; bei Amazon findet ihr das Buch hier.

Video „TOP 10 Fehler in Psychiatrie & Psychotherapie ist online

In diesem Video beschreibe ich mal die 10 größten Fehler, die ich bei psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungen immer wieder sehe, und die mich ärgern. Alles sehr subjektiv, aber warum nicht? Viel Spaß beim Aufregen!

Neues Video: 30 verschiedene Begriffe für Depression

Nicht jede Traurigkeit, Müdigkeit, Verzweiflung, nicht jeder Liebeskummer und vor allem nicht jede Neuroleptika-induzierte-Anhedonie sind eine Depression. Und in diesen Fällen brauche ich dann auch nicht unbedingt ein Antidepressivum. Warum wir auch im professionellen Bereich die Alltagsbegriffe verwenden sollten, und warum es übrigens gar nicht stimmt, dass Eskimos 30 Begriffe für Schnee verwenden, erkläre ich in diesem Video…

Frohes neues Jahr und neues Video

Hallo und ein schönes, fröhliches und gesundes neues Jahr euch!

Der Blog http://www.psychiatrietogo.de feiert heute seinen neunten Geburtstag, und ich habe zur Feier des Tages ein Video aufgenommen, in dem es nicht wirklich um LKW´s, Autos und Fahrräder geht, aber darum, welche Patient:innen wie viel Psychopharmaka brauchen. Schaut doch mal rein: