Petition beim Deutschen Bundestag zur Verschiebung der Einführung des neuen Vergütungssystems in der Psychiatrie

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Für die Vergütung stationärer Leistungen in der Psychiatrie ist ab nächstem Jahr ein neues Vergütungsmodel geplant. Bis jetzt ist es so, dass jedes psychiatrische Krankenhaus für jeden Patienten einen bestimmten Tagessatz erhält. Dieser Tagessatz ist unabhängig von der Diagnose, der Schwere der Krankheit und der Dauer der Behandlung. Die Tagessätze unterscheiden sich je nach Krankenhaus, so ist es möglich, dass ein Krankenhaus, das die regionale Pflichtversorgung übernimmt, einen höheren Tagessatz erhält, als ein Psychiatrisches Krankenhaus, das sich auf geplante Aufnahmen spezialisiert.

Ab dem 1.1.2015 soll nun – nach einem Stufenplan mit zunehmender Verbindlichkeit schrittweise eingeführt – ein neues Vergütungssystem gelten, dass sich an die DRG´s der somatischen Medizin anlehnt. Nach diesem System erhält das Psychiatrische Krankenhaus eine Vergütung, die je nach Hauptdiagnose, Nebendiagnosen, Betreuungsaufwand und Behandlungsdauer für jeden Tag einer Behandlung unterschiedlich sein kann. Allen Diagnosegruppen gemeinsam ist allerdings, dass die erste Woche noch relativ viel Geld gibt, mit jeder weiteren Behandlungswoche allerdings der Tagessatz immer weiter reduziert wird.

Das neue System hat einige Vorteile. So gleicht es nicht begründete Unterschiede in den Tagessätzen unterschiedlicher Krankenhäuser aus. Auch kann man einen erhöhten Betreuungsaufwand durch eine erhöhte Vergütung abbilden.

Es ist aber an sehr vielen Stellen noch unausgereift und teilweise mit potentiell für die Patientenversorgung nachteilhaften Effekten versehen:

  • Die von Woche zu Woche niedrigeren Tagessätze vermitteln einen Anreiz zu noch kürzeren Behandlungszeiten, was angesichts einer durchschnittlichen Behandlungszeit von etwa 21 Tagen nicht mehr angemessen erscheint.
  • Die Vergütung hängt mehr von der Diagnose ab als von der Schwere der Erkrankung. Das mag in der somatischen Medizin meist im Durchschnitt angemessen sein (die operative Behandlung eines nicht durchgebrochenen entzündeten Blinddarms kostet immer etwa gleich viel). In der Psychiatrie sagt aber beispielsweise die sehr häufige Diagnose „Schizophrenie“ genau gar nichts über die Schwere der aktuellen Krankheitsepisode aus. Auch nichts über die sinnvolle Dauer der Behandlung.
  • Die Psychiatriepersonalverordnung (PsychPV) soll abgeschafft werden. Dadurch droht ein Abbau des Personals.
  • Das PEPP System berücksichtigt nicht die Kosten der regionalen Pflichtversorgung.

Es gibt nun eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag, die Einführung des PEPP-Systems zumindest bis 2017 zu verschieben, um die aktuellen Probleme und möglichen Systemfehler zu korrigieren. Hier geht´s zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2013/_10/_25/Petition_46537.html

Wie oft wird schon ein Altersheim in Essen in einem amerikanischen Geek-Blog erwähnt?

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Es war vielleicht ein kleiner Umweg durchs weltweite Netz, aber es war die amerikanische Nerd-Fun-Seite http://geekologie.com/2014/01/german-retirement-home-recreates-famous.php, die mich heute morgen auf die Internetseite des Essener Altersheimes der Contila-Gruppe brachte. Die haben einen Fotokalender erstellt, in dem deren Bewohner in die Rolle bekannter Filmstars schlüpfen. Den Kalender könnt ihr hier als PDF kostenlos laden.

Psychopharmakotherapie im Alter vereinfachen: Die Priscus Liste

Psychopharmakotherapie im Alter vereinfachen: Die Priscus Liste

Psychopharmakologie bei älteren Patienten bedeutet zunehmend, Wechselwirkungen und gefährliche Nebenwirkungen gegen den möglichen Nutzen einer Medikation abzuwägen. Nicht wenige Patienten erhalten wirklich viele verschiedene Substanzen von unterschiedlichen Ärzten verordnet. Oft haben die Medikamente untereinander Wechselwirkungen.

Die hier verlinkte Priscus-Liste ist eine für die Schreibtischunterlage zusammengefasste Version dieser vollständigen Liste, die dabei helfen kann, typische Vereinfachungen und Verbesserungen in der psychiatrischen Medikation gerade älterer Patienten zu identifizieren. In der linken Spalte stehen nach Gruppen geordnet möglicherweise problematische Medikamente, in der mittleren Spalte stehen die gegen diese Substanzen sprechenden Bedenken, und in der rechten Spalte stehen mögliche Ersatzpräparate.

Sehr sinnvoll.

Die Arztbibliothek der KBV und der BÄK

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Kennst Du die Online-Arztbibliothek der KBV und der Bundesärztekammer? Die kannte ich bis heute nämlich nicht. Dabei findet man dort sehr übersichtlich eine ganze Reihe von wertvollen Informationen und links. Die Bibliothek ist aufgeteilt in die Bereiche

Ich selbst suche oft nach geeigneten Patienteninformationsbroschüren, wie zum Beispiel dieser neuen Patienteninformation zu Depressionen, die es neben der Fassung in deutsch auch in arabisch, englisch, französisch, russisch, spanisch und türkisch gibt.

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Die Themen reichen sowohl bei den Leitlinien, als auch bei den Cochrane Reviews, den Online Fortbildungen und den Patienten-Informationen über das gesamte Gebiet der Medizin, von A wie Adipositas bis Z wie Zystische Fibrose (das die Autokorrektur zur Mystischen Fibrose macht, auch nicht schlecht… :-)).

Guck mal rein: http://www.arztbibliothek.de

RSS-Feed für Kommentare

Die Kommentarfunktion auf diesem blog wird erfreulicherweise sehr lebhaft genutzt. Wer die Kommentare ebenso als RSS-feed abonnieren möchte, wie bislang die Beiträge, kann das jetzt ganz einfach per Mausclick tun: https://psychiatrietogo.wordpress.com/comments/feed/.

Damit es auch in Zukunft einfach bleibt, habe ich am rechten Rand unter dem link auf den RSS-feed für die Beiträge nun einen link auf den RSS-feed der Kommentare gesetzt.

Authentizität versus Neutralität

Eine Grundsozialisation in der Psychotherapie lautete früher, dass der Psychotherapeut sich “Neutral” zu geben habe, das heißt, dass er alles, was der Patient ihm sagte, wie eine weiße Projektionsfläche auf sich scheinen ließ, ohne es zu bewerten, ohne eine eigene Stellung zu beziehen und ohne sich selbst zu positionieren. Erlaubt waren lediglich gleichschwebende Akzeptanz und uneingeschränktes Verständnis. Explizit gewünscht war und ist immer noch die “Validierung von Gefühlen”, also etwa die Aussage: “Ich kann sehr gut nachempfinden, dass sie sich hierdurch verletzt gefühlt haben.” Also grundsätzlich Zustimmen, Akzeptieren und sich selbst und seine eigenen Wertungen zurückhalten.
Freud hat das noch so durchgezogen.

Aber in einer heutigen Einzeltherapie muss man sich schon oftmals fragen, ob man dem Patienten mit dieser “Therapeutischen Abstinenz” wirklich den größten Dienst erweist.

Spätestens in der Paartherapie wird man aber regelmäßig auf die Probe gestellt, wenn die beiden Partner grundsätzlich unterschiedliche Varianten ein- und derselben Geschichte berichten. Dann beginnt der Therapeut gerne einen gewissen Eiertanz: “Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie, Hr. X, sich ungerecht behandelt gefühlt haben, und zugleich Sie, Fr. X, das Gefühl gehabt haben, ihr Mann habe übertrieben reagiert…”
Kann man alles machen.

Aber dann gibt es irgendwann mal Situationen, zu denen man eine nicht zu leugnende innere Haltung hat, die man auch ganz gerne äußern würde. Extrembeispiel: Hr. X schlägt seine Frau. Da möchte ich dann nicht mehr sagen: “Hr. X, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie sich immer, wenn sie betrunken sind, von alltäglichen Aussagen ihrer Frau gekränkt fühlen, und dann einfach mal zuschlagen.”

Spätestens hier ist jeder automatisch einverstanden, dass es mit der Neutralität auch so seine Grenzen hat, und dass jetzt mal “Authentizität” gefragt ist; also schlicht und ergreifend zu sagen, was man wirklich empfindet und denkt.

Authentizität gilt auch ganz grundsätzlich als gut und richtig. Aber, um mal die Wahrheit zu sagen, “Authentizität” auf der einen Seite und “Neutralität” oder “Therapeutische Abstinenz” auf der anderen Seite, schließen sich oft aus.

Ich selbst finde schon, dass man das, was einem ein Patient sagt, erst mal so annehmen soll, wie er es sagt. Auch Validierung ist gut, wo sie angemessen ist. Und eine Paartherapie kann man nicht sicherer an die Wand fahren, als indem man sich auf die Seite des einen und gegen den Anderen schlägt.

Aber wenn Sie mich fragen, sollte nach einem Zugang unter den Zeichen der Neutralität dann eine wertschätzende Authentizität folgen. Sonst kann ich als Patient doch gleich mit einer Flasche Weichspüler sprechen. So viel Mut darf man meiner Erfahrung nach als Psychotherapeut ruhig zeigen. Wenn ich mir einen Psychotherapeuten aussuchen müßte, würde ich höfliche und wertschätzende Umgangsformen voraussetzen. Und dann sollte er ehrlich zu mir sein. Authentisch. Das hielte ich schon aus.

Ich glaube, dass Therapien sehr oft genau dann vorwärts kommen, wenn die beiden Menschen, die in der Therapie zusammen kommen (Patient und Therapeut), ehrlich zueinander sind. Wertschätzend und ehrlich.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Psychotherapeuten gemacht? Was ist oder wäre Euch wichtig?

Der Zweck des Sports liegt im Sport, nicht im Abnehmen

Sport macht Spaß und ist gesund. Der menschliche Körper ist schlicht und ergreifend darauf angelegt, sich zu bewegen. Setzt man so einen Körper den ganzen Tag auf einen Stuhl, fehlt ihm was. Das ist dann keine artgerechte Haltung, das ist weder gesund noch schön.
Bewegung führt dazu, dass ich meinen Körper auf eine ganz andere Art spüre, als ohne Bewegung. Ich nehme ihn viel intensiver wahr und habe einen unmittelbareren Kontakt zu meinem Körper.

Zusätzlich passieren bei fast allen Sportarten eine Reihe von zusätzlichen Dingen. Ich selbst laufe am liebsten. Ich berichte daher über meine Wahrnehmungen beim Laufen.

Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Wenn ich laufe, durchlebe ich auf den unterschiedlichen Streckenabschnitten unterschiedliche Phasen.

  • Wenn ich plane, am nächsten Tag oder am Abend zu laufen, kann ich schon die Vorfreude genießen. Ich weiß dann, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich die U-Bahnen, Arbeitstische und Bürostühle verlassen und frei durch die Gegend laufen darf. Das macht das unbewegte Leben sehr viel besser aushaltbar.
  • Laufe ich dann endlich los, fühle ich mich auf den ersten Kilometern, als ob ich über den Asphalt fliegen würde. Ich freue mich, frei zu sein, laufen zu dürfen und nichts anderes zu tun zu haben, als mir die Landschaft anzuschauen und immer wieder einen Schritt vor den anderen zu setzen.
  • Nach ein paar Kilometern berühren meine Füße dann auch gefühlt den Boden. Es geht nicht mehr ganz so leicht, dafür auf eine ganz besondere Art scheinbar automatisch. Wie eine gut geölte Maschine laufe ich weitere Kilometer. Meine Gedanken sind noch ganz frei, ich denke meist an nichts bestimmtes, höre Musik oder einen podcast, nur manchmal denke ich in Ruhe über etwas nach, was sonst in der Enge des Alltags nicht gut überlegt werden kann. Zumeist komme ich beim Laufen auf andere, weitreichendere Gedanken, als wenn ich irgendwo sitze.
  • Nach etwa 15 Kilometern fängt das Laufen an, mir mehr abzuverlangen. Ich beginne dann, an das Laufen selbst zu denken. Ich nehme viel stärker als zuvor wahr, wie kalt es ist, ob es regnet, wie heiß mein Körper ist, ob es irgendwo zwickt oder schmerzt. Wenn ich auf dem Laufband laufe, sehe ich mehr auf die Uhr, den Entfernungsmesser und laufe oft von einem Kilometer zum nächsten, von einer Minute zur nächsten. Zu dieser Zeit höre ich keine podcasts mehr, nur noch Musik, und zwar immer die gleichen paar Alben… (Gegenwärtig höre ich oft die Game of Thrones Filmmusik, funktioniert für mich sehr gut beim Langstreckenlauf…)
  • Wenn ich diese Phase einige Zeit durchhalte, kommt bei mir zuverlässig das „runners high“. Ich fange an zu lächeln, habe keine Schmerzen, beschleunige über etwa einen Kilometer, fühle mich absolut frei, glücklich und gut und könnte die ganze Welt umarmen. Das sind die gesündesten und billigsten Opioide, die man kriegen kann. Es geht nichts über so eine gute, selbst erarbeitete Endorphindusche.
  • Danach kann es wieder etwas härter werden, weiter zu laufen, aber im Training sind es dann meist nur noch wenige Kilometer, bis ich ohnehin an meinem Ziel bin.
  • Im Marathon kommen dann noch einige weitere Kilometer, in denen ich gegen den inneren Schweinehund kämpfen muss, als hinge mein ganzes weiteres Schicksal davon ab. Die letzten 8 Kilometer eines Marathons machen mich nicht glücklich, sie sind nicht angenehm, sie schmerzen, quälen und zermürben. Aber sie machen stolz.
  • Wenn ich schließlich das Ziel, das ich mir zuvor vorgenommen hatte, erreicht habe, auch wenn es nur 10 Kilometer waren, erlebe ich ein ganz unmittelbares Erfolgserlebnis; ich bin stolz, glücklich und immer angenehm entspannt.

Ein wunderbares Buch, indem der berühmte Autor Haruki Murakami über seine Erlebnisse beim Laufen berichtet, ist dieses hier: „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede.“ Ich kann es sehr empfehlen.

In unserer auf´s Körpergewicht fixierten Gesellschaft gibt es ja oft den irrigen Gedanken, Sport sei die notwendige Geißel, um das stets als zu hoch empfundene Körpergewicht zu reduzieren. Ende des Sinns, Zwecks und Nutzens des Sportes.

Das ist in zweierlei Hinsicht falsch.

  • Zum einen nimmt man nicht ab, wenn man mehr Sport macht. Man hat dann einfach mehr Hunger und isst mehr. Erst wenn man bei mehr Sport trotz mehr Hunger nicht mehr isst, nimmt man vorübergehend ab.
  • Zum zweiten hat man dann all das nicht auf der Rechnung, was Sport sonst noch bringt. Auch wenn man kein einziges Gramm abnimmt, ist es äußerst belohnend, regelmäßig Sport zu treiben.

In dem sehr sehenswerten TED-Talk: „Why dieting doesn´t usually work“ (ich darf den empfehlen, ich mache gerade eine Diät…), zeigt Neurobiologin Sandra Aamodt eine Studie, die belegt, dass Übergewichtige den gleichen Nutzen für ihre Gesundheit haben, wie Normalgewichtige, wenn sie

  • nicht Rauchen
  • sich regelmäßig bewegen
  • sich ausgewogen ernähren und
  • Alkohol nur maßvoll trinken

Der Nutzen der Einhaltung dieser einfachen Regeln tritt völlig unabhängig vom Gewicht ein, auch bei verbleibendem Übergewicht.

Mein Fazit:

Der Zweck des Sports liegt im Sport, nicht im Abnehmen.

Kann denn Liebe Sünde sein? Nimm teil an der Online-Petition gegen Homophobie!

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Eine bundesweite, homophobe Petition will verhindern, dass Schueler/innen in Baden-Wuerttemberg Toleranz fuer die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen lernen. Rechte Kreise trommeln fuer diese mit Erfolg: Schon 100.000 Menschen haben unterschrieben. Das koennen wir so nicht stehen lassen!

Ich habe gerade einen Appell gegen Homophobie und fuer Toleranz unterschrieben. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/Vielfalt-Aktion

Für jede Sorte Daten eine spezialisierte Cloud

Copyright: CC, via wikimedia: Cumuluswolken

Ich habe das schon mal angesprochen: Die Dateien auf deinem Computer sind wertvoll. Du solltest Vorsorge treffen, sie nicht zu verlieren. Stell Dir vor, morgen kommt ein Dieb, der deinen Laptop und deine externe Backup-Festplatte klaut. Was ist dann unwiederbringlich verloren? 99 Prozent deiner Hochzeitsfotos? 99 Prozent der Fotos deiner Kinder? Der Text deiner Diplomarbeit? Deine gekaufte Musik? Gerade die Fotos sind unwiederbringliche Erinnerungen, die es verdient haben, besser geschützt zu sein.

Was für Dateien hast du auf deinem Computer?

Denken wir es mal konsequent durch: Du hast auf Deinem Computer folgende Arten von Daten:

  • Dokumente
  • Fotos und Videos
  • Musik
  • Filme
  • Kontakte, Kalender, Emails, Notizen
  • Software
  • Passwörter

Stimmt´s? Das sind die Kategorien, in die alle Dateien auf Deinem Computer eingeordnet werden können, oder?

Wie sichere ich nun jede einzelne dieser Datei-Kategorien?

Ich selbst habe mich entschieden, alle relevanten Daten sowohl in einer spezifischen Cloud als auch als lokale Kopie auf meinem Rechner zu haben, und von dieser lokalen Kopie mache ich regelmäßige Backups.

Gehen wir mal jede Kategorie einzeln durch:

Dokumente

Dokumente aller Art (Texte, Tabellen, PDF´s, etc.) bewahre ich schon seit Jahren in einem Dropbox-Ordner auf. Dropbox hält alle Dokumente auf allen verschiedenen Rechnern synchron, speichert natürlich die aktuelle Variante online und funktioniert einfach einwandfrei. Klare Sache. Dropbox ist unlängst deutlich preiswerter geworden und nimmt jetzt nur noch 10 € pro Monat für 1 TB Online-Speicher. Das ist cool.

Fotos und Videos

Nachdem Everpix pleite gegangen ist, bin ich mit allen meinen Fotos und persönlichen Videos zu Picturelife gegangen. Dort kann man für 5$ im Monat 75 GB an Fotos und Videos speichern. Die sind dann sicher und man kann sie zu Not, wenn der Dieb alle lokale Hardware geklaut hat, einfach wieder downloaden und hat so nichts verloren. Außerdem kann man von überall einfach mit einem Browser oder einer mobilen App auf dem iPad oder iPhone auf alle seine Fotos und Videos zugreifen. Und mann kann Alben oder einzelne Fotos kinderleicht mit anderen teilen. Natürlich habe ich auch eine lokale Kopie meiner Fotos auf einem Laptop, ich verwalte sie mit iPhoto.

Musik

iTunes Match. Alle Musik immer überall dabei. Zusätzlich iTunes Library auf der Platte.

Filme

Guckst Du am besten im Kino.

Kontakte, Kalender, Emails, Notizen

Verwalte ich alle über die Apple-eigene iCloud. Diese legt (im versteckten Verzeichnis Library) lokale Kopien an, die sich als Backup sichern lassen.

Software

Lade ich nach Möglichkeit im App-Store, von da aus lässt sie sich jederzeit wieder downloaden und installieren. Wenn ich sie auf der Homepage des Herstellers kaufe, speichere ich mir die Download-Seite und den Lizenzcode in 1Password.

Passwörter

1Password. Großartiges Programm. Es synchronisiert eine Datenbank mit allen meinen Passwörtern, Zugangscodes, Softwarelizenzen, Kreditkartennummern, Fahrradschlosskombinationen und allem anderen in einer einzigen Datenbank, die ich von jedem meiner Computer und mobilen Gerät aus öffnen kann. Wenn ich aus 1Password eine Webseite öffne, trägt das Programm meinen Benutzernamen und mein Passwort automatisch ein. Ich muss mir nur noch ein, dafür sehr gutes Passwort merken, nämlich das, mit dem ich meine die 1Password App öffne. Alle anderen Passwörter sind zufallsgeneriert, kompliziert, einmalig und somit sicher.

Backups

Und alle lokalen Kopien meiner Dateien sichere ich alle sechs Monate auf einer externen Festplatte (Synology DS214play) und zusätzlich über Time Machine. Zwischenzeitlich hatte ich den Online-Backup Service Crashplan verwendet. Allerdings war hier der Upload sehr langsam. Dann habe ich mal mit Backblaze experimentiert, inzwischen habe ich mich aber von beiden Diensten wieder abgemeldet und erledige meine Backups selbst. Eine Festplatte (Transporter) habe ich an einem anderen Ort als Zuhause, so dass ich auch ein of-site-backup habe.

Fazit

Ich habe jede Dateiart in einer spezialisierten Wolke. Das ermöglicht mir den Zugriff von überall, auch von mobilen Geräten, sowie das Teilen mit Freunden.
Zusätzlich habe ich von allen Dateien eine lokale Kopie, die ich lokal und of-site sichere. Damit ist jeder Paranoia, ich könnte Dateien verlieren, Einhalt geboten.